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Extreme Sturmfluten jederzeit möglich

Deutschen Küstengebiete sind seit der Februarflut 1962 von katastrophalen Überschwemmungen verschont geblieben. Was allerdings nicht bedeutet, dass sie uneingeschränkt geschützt sind. "Eine Sturmflut entsteht durch mehrere, zum Teil zufallsbedingte Ursachen, die fast jederzeit zu einer nie da gewesenen extremen Sturmflut führen können", weiß Professor Jürgen Jensen vom Forschungsinstitut Wasser und Umwelt (fwu) der Universität Siegen.Das Institut hat gerade ein Forschungsprojekt zur Entstehung von extremen Sturmfluten in der Deutschen Bucht abgeschlossen. "Modellgestützte Untersuchungen zu Sturmfluten mit sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten an der Deutschen Nordseeküste (MUSE)" lautet der klangvolle Titel der Untersuchung, die in enger Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) durchgeführt wurde.

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?Mit den Ergebnissen haben wir einen wichtigen Beitrag für die Einrichtung eines modernen risikoorientierten Küstenzonenmanagements in Deutschland geleistet", so Jensen. Das Nachfolgeprojekt mit dem Titel "Modellgestützte Untersuchungen zu Sturmhochwasserständen mit sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten an der Deutschen Ostseeküste (MUSE Ostsee)" steht schon in den Startlöchern. 0271 / 740-2172 oder jensen@fb10.uni-siegen.de
Dieser Artikel ist erschienen am 06.09.2005