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Experten erwarten überdurchschnittliches Wachstum

Franchising boomt. Immer mehr Deutsche wagen als Franchise-Partner mit einer bereits erprobten Geschäftsidee den Schritt in die Selbstständigkeit. So wuchs der Wirtschaftszweig zwischen 1995 und 2002 laut einer Studie der Universität Mainz jährlich um durchschnittlich elf Prozent. 2003 gab es bundesweit rund 43.000 Franchise-Nehmer in 830 Systemen, die mit 390.000 Beschäftigten einen Umsatz von 25,4 Milliarden Euro erwirtschafteten. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz nach Angaben des Deutschen Franchise-Verbandes sogar auf 29 Milliarden Euro. Das berichtet das Job- und Wirtschaftsmagazin karriere in seiner am 29. April erscheinenden Ausgabe.Die Mainzer Forscher erwarten laut karriere auch für die Zukunft ein überdurchschnittliches Wachstum der Branche. Vorteil des Franchising gegenüber einer Neugründung: Der Selbstständige steigt bei einem etablierten Franchise-System ein, in dem meist Betriebsorganisation, Lieferanten, Marktauftritt sowie die Vertriebsstrategie schon festgelegt sind. "Die Geschäftsidee hat sich bereits als erfolgreich bewährt, daher ist die Gefahr zu scheitern wesentlich geringer", sagt Jörn Hüsgen, Chefredakteur karriere.

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Die meisten Franchise-Geber erheben von ihren Partnern eine einmalige Eintrittsgebühr. Dafür erhält der Franchise-Nehmer das Systemhandbuch - Herzstück aller Franchise-Betriebe. Bei seriösen Systemen sind auch umfangreiche Schulungen in der Gebühr enthalten, berichtet karriere weiter. Zu den Einstiegskosten kommt bei den meisten Systemen eine laufende Gebühr plus Werbeabgaben, die vom Umsatz abhängig sind und im einstelligen Prozentbereich liegen.
Dieser Artikel ist erschienen am 25.04.2005