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Ex-Rewe-Chef im Visier der Staatsanwaltschaft

Nur fünfeinhalb Monate lang war Ernst Dieter Berninghaus Chef des Rewe-Konzerns. Sein Rücktritt wuirde mit einer schweren Krankheit begründet. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Betruges.
HB KÖLN. Berninghaus soll sich laut Nachrichtenmagazin ?Spiegel? im Jahr 2000 für den Kauf des Internet-Dienstleisters Nexum durch Rewe stark gemacht haben, an dem er beteiligt gewesen sei. Neben Berninghaus werde auch gegen einen Nexum-Gründer und einen ehemaligen Aufsichtsrat der Firma wegen Steuerhinterziehung ermittelt, schreibt ?Der Spiegel? in seiner aktuellen Ausgabe.Berninghaus war nach nur fünfeinhalb Monaten als Rewe-Vorstandssprecher zurückgetreten. Der Schritt war mit einer ?schwerwiegenden Erkrankung? begründet worden. Der 39-jährige Manager hatte zuvor den 64-jährigen Hans Reischl abgelöst, der fast 30 Jahre an der Spitze des zweitgrößten deutschen Handelskonzerns stand. Berninghaus galt als Hoffnungsträger, mit dem die Rewe einen radikalen Generationswechsel vollziehen wollte.

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Dieser Artikel ist erschienen am 08.11.2004