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Ex-Hagenuk-Chef in Beirut festgenommen

Dem 51-jährigen Manfred Schmitt werden unter anderem Untreue und Bankrott vorgeworfen. Libanesische Beamte haben den Ex-Manager verhaftet. Die Staatsanwaltschaft Kile hat die Auslieferung beantragt.
HB/dpa KIEL. Zielfahnder des Landeskriminalamtes Schleswig- Holstein hatten die Spur des Mannes aufgenommen.Die Staatsanwaltschaft hatte im Oktober vergangenen Jahres Anklage bei der großen Wirtschaftskammer des Landgerichts Kiel erhoben. Zu den vorgeworfenen Straftaten von 1997 bis 1999 gehört auch Bankrott im besonders schweren Fall ?durch Falschbilanzierung zum Zeitpunkt der drohenden Zahlungsunfähigkeit durch Aktivierung eines fiktiven Postens in Höhe von ca. 100 Mill. DM? (etwa 50 Mill. ?).

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Die Auslieferung des bereits am 22. Dezember Festgenommenen wurde von der Staatsanwaltschaft beantragt. Innerhalb von drei Tagen wurde der notwendige internationale Haftbefehl den libanesischen Behörden übergeben. Schmitt befindet sich derzeit in Auslieferungshaft.Schmitt hatte 1995 von der Hagenuk GmbH alle Geschäftsanteile an der Hagenuk-Telecom GmbH erworben. Er war seinerzeit Gründer und Vorstandsvorsitzender der internationalen Computerhandelskette Escom AG, die 1996 konkurs ging. Danach übernahm Schmitt den Posten des Hauptgeschäftsführers bei Hagenuk, das lange Zeit für Entwicklung und Produktion von Festnetz- und Mobiltelefonen international bekannt war.
Dieser Artikel ist erschienen am 02.01.2003