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Europa, wir kommen!

Seit der WM-Euphorie mögen wir unser Land wieder mehr. Trotzdem kehren mehr Bundesbürger als je zuvor ihrer Heimat den Rücken, um im Ausland ihr Glück zu suchen. Ein guter Zeitpunkt: Die Jobchancen bei den europäischen Nachbarn stehen so gut wie nie. karriere nimmt 19 Länder unter die Lupe und zeigt, wie junge Leute in Europa leben, lieben und arbeiten.

Norwegen schreit nach Ärzten. Schottland hat nicht genug Spezialisten für seinen boomenden Hightech- und Biotechnologie-Sektor und startet eine Recruiting-Initiative in Deutschland, um IT-Spezialisten und Physiker zu ziehen. Ingenieure fehlen vom Nordkap bis Gibraltar. Schweizer Banken und Versicherungen nehmen Finanzexperten mit Kusshand, in Italien finden sprachbegabte Dienstleister neue Aufgaben nebst Dolce Vita.

Die besten Jobs von allen


Nach einer aktuellen Umfrage sucht mehr als ein Drittel der europäischen Personaler aktuell nach deutschen Bewerbern. Warum? Wegen der guten deutschen Tugenden natürlich: Effizient, arbeitsorientiert, zuverlässig ? so sieht uns das Ausland noch immer. Europa ruft und immer mehr gut ausgebildete Deutsche folgen. Noch nie wollten so viele Bundesbürger raus aus ihrem Land. 145.000 kehrten vergangenes Jahr ihrer Heimat den Rücken, um ihr Glück im Ausland zu suchen ? neuer statistischer Rekord.

Am häufigsten zieht es die Umzugswilligen in die Schweiz, auf den Plätzen folgen Polen und Österreich. Aber auch Skandinavien, Südeuropa und das Baltikum bieten flexiblen und sprachbegabten Talenten interessante Jobs und Karriereperspektiven. Dabei organisieren Akademiker den Auszug aus der Heimat meist auf eigene Faust. Ihre Wege und Motive sind so vielfältig wie die Länder, in die sie ziehen

Joblinks im Überblick

Dänemark
Norwegen
Schweden

Finnland

Estland
Lettland
Litauen

England
Schottland
Irland

Belgien
Luxemburg
Niederlande

Ungarn
Tschechien
Polen

Österreich
Schweiz


Frankreich
Italien
Spanien

Dieser Artikel ist erschienen am 26.07.2006