Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Erziehungsurlaub schmälert Stundenlohn


Je länger Frauen ihre Berufstätigkeit unterbrechen, um Kinder zu erziehen, desto größere Lohneinbußen müssen sie langfristig hinnehmen. Einer Studie zufolge hängt die Höhe des Lohns einer Frau in erheblichem Maße von ihrer Erwerbsgeschichte ab. Eine 45-jährige, durchgehend voll erwerbstätige Frau erzielt nach 20 Jahren einen durchschnittlichen Stundenlohn von 36,20 Mark. 3,10 Mark weniger verdient eine Mutter, die mit 27 Jahren ihre Arbeit unterbrochen hat und mit 30 erst einmal sieben Jahre in Teilzeit gearbeitet hat. Damit erhält sie monatlich 530 Mark weniger als eine durchgehend voll erwerbstätige Kollegin. Kehrt eine Mutter allerdings schon nach drei Jahren Erziehungsurlaub voll in den Job zurück, beträgt die Einbuße beim Stundenlohn nur 1,20 Mark

Quelle: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim Studie unter deutschen Frauen zwischen 30 und 55 Jahren, die mindestens über einen Fachschulabschluss verfügen

Die besten Jobs von allen


Infos:
Telefon: 06 21/12 35-3 61, Fax: -2 25
E-Mail: beblo@zew.de
Dieser Artikel ist erschienen am 19.02.2001