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Erreichbarkeit per Handy nach Dienstschluss muss vergütet werden

Verlangt der Arbeitgeber, dass sein Mitarbeiter außerhalb der Arbeitszeit per Handy erreichbar ist, steht diesem dafür die tariflich für Rufbereitschaft vorgeschriebene Vergütung zu. Die Richter des Bundesarbeitsgerichts begründeten ihr Urteil damit, dass der Arbeitnehmer durch die Anweisung seines Arbeitgebers in der Bestimmung seines Aufenthaltes beschränkt sei. Denn er müsse nicht nur das Handy ständig betriebs- und empfangsbereit halten, sondern dürfe sich auch nicht außer Hörweite entfernen. Zudem müsse er Orte meiden, an denen Handys nicht betrieben werden dürften. Dies sei zu honorieren.

Quelle: Bundesarbeitsgericht, Aktenzeichen 6 AZR 900/98
Dieser Artikel ist erschienen am 10.04.2001