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Ermittlungen gegen SAP-Mitbegründer Hopp

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Walldorfer Konzerns soll mit Stiftungsgeldern für den Vorstandsvorsitzenden des Finanzdienstleisters MLP, Bernhard Termühlen, gebürgt haben.
Dietmar Hopp Archiv-Foto: dpa
HB/dpa WALLDORF/MANNHEIM. Am vergangenen Donnerstag sei die Wohnung von Hopp durchsucht und Unterlagen sichergestellt worden.Laut SWR vier Kurpfalz Radio soll der Aufsichtsratsvorsitzende des Walldorfer Konzerns mit Stiftungsgeldern für den Vorstandsvorsitzenden des Heidelberger Finanzdienstleisters MLP, Bernhard Termühlen, gebürgt haben. Nach Recherchen des Senders soll Hopp jedoch schriftlich zugesichert haben, mit seinem Privatvermögen zu haften, falls die Bürgschaft nicht zurückbezahlt werde. ?Damit war ausgeschlossen, dass der Stiftung irgendein Schaden zugefügt wird?, sagte Hopp dem Sender.

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MLP wollte zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen. Ein Sprecher sagte, ein laufendes Verfahren werde von dem Finanzdienstleiter nicht kommentiert. MLP war selber in den vergangenen Monaten wegen Vorwürfen der angeblichen Bilanzmanipulation und des Insiderhandels ins Visier der Staatsanwaltschaft Mannheim geraten. Die Ermittlungen sind nicht abgeschlossen und sollen sich nach Einschätzung von Jobski noch über Monate hinziehen.
Dieser Artikel ist erschienen am 03.03.2003