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EnBW-Vorstandschef Claassen kann aufatmen

EnBW-Vorstandschef Utz Claassen muss sich nicht mehr wegen des Vorwurfs der Bilanzkosmetik verantworten. Die Staatsanwaltschaft Mannheim habe die Ermittlungen gegen Claassen eingestellt, teilte die Energie Baden-Württemberg (EnBW) mit.
HB STUTTGART. Die Staatsanwaltschaft Mannheim habe die Ermittlungen gegen Claassen eingestellt, teilte die Energie Baden-Württemberg (EnBW) am Mittwochabend in Karlsruhe mit. Das belege, dass alle Anschuldigungen haltlos gewesen seien, sagte Claassen laut der Mitteilung.Der Chef des viertgrößten deutschen Stromkonzerns war ins Visier der Ermittler geraten, nachdem er nach seiner Amtsübernahme im Mai 2003 im Zwischenbericht Abschreibungen von einer Milliarde Euro auf Beteiligungen gebildet hatte, um nach eigenen Angaben die ?Altlasten? seines Vorgängers Gerhard Goll zu bereinigen. Ihm wurde vorgeworfen, die Lage des Konzerns übertrieben negativ dargestellt zu haben, um die eigene Leistung als Sanierer in besserem Licht erscheinen zu lassen.

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Gleichzeitig hatte die Staatsanwaltschaft gegen Goll wegen des Verdachts der Untreue ermittelt, weil er die Zahlen für das Jahr geschönt haben könnte. Die Ermittlungen gegen Goll waren bereits im Februar eingestellt worden.Weiter ermittelt wird gegen Claassen wegen der Weitergabe von kostenlosen Fußball-WM-Eintritsskarten an Landespolitiker. Claassen hatte die Einladungen mit Rechtsgutachten verteidigt.
Dieser Artikel ist erschienen am 17.05.2006