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Elite-Überraschungen

Die Gemeinsame Kommission für die Exzellenzinitiative, bestehend aus der Fachkommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Strategiekommission des Wissenschaftsrats, hat die Ergebnisse der zweiten Bewertungsrunde bekannt gegeben. Dabei gab es einige Überraschungen: Favoriten blieben auf der Strecke, Außenseiter wechselten auf die Überholspur

Folgende Hochschulen werden in der prestigeträchtigen und finanzstarken "Förderlinie Zukunftskonzepte" zur Einreichung vollständiger Förderanträge aufgefordert:

Die besten Jobs von allen
:

  • RWTH Aachen
  • Freie Universität Berlin
  • Humboldt-Universität Berlin
  • Universität Bochum
  • Universität Freiburg
  • Universität Göttingen
  • Universität Heidelberg
  • Universität Konstanz

    In der zweiten Ausschreibungsrunde wurden sowohl neu eingereichte Antragsskizzen als auch Anträge aus der ersten Förderrunde beraten. Bis September 2006 waren bei der DFG insgesamt 261 neue Antragsskizzen von 70 Universitäten aus allen Bundsländern eingereicht worden: 118 Antragsskizzen für die Förderlinie Graduiertenschulen, 123 Antragsskizzen für die Förderlinie Exzellenzcluster und 20 Antragsskizzen für die Förderlinie Zukunftskonzepte


    Wenn es frisches Geld für die klammen Kassen der Hochschulen gibt ? sei es durch Studiengebühren oder auch die Exzellenzinitiative ?, werden die Studierenden meist als Letzte gefragt. Bei uns nicht: karriere hat Studierende gefragt, wo Sie an Ihrer Uni investieren würden. weiter...


    Hinzu kamen 16 Initiativen für Graduiertenschulen und 21 für Exzellenzcluster sowie sieben Zukunftskonzepte aus der ersten Runde. Für die Anträge, die in der ersten Wettbewerbsrunde nicht bewilligt wurden, hatte die Gemeinsame Kommission den jeweiligen Hochschulen die Möglichkeit eingeräumt, ihre Anträge in der zweiten Runde erneut in das Verfahren einzubringen

    Die Antragsskizzen in den Förderlinien Graduiertenschulen und Exzellenzcluster verteilen sich relativ gleichmäßig auf die Bereiche Geistes- und Sozialwissenschaften, Ingenieurwissenschaften sowie Lebenswissenschaften. Die Naturwissenschaften sind insgesamt etwas schwächer vertreten. Die Geistes- und Sozialwissenschaften sind deutlich stärker als in der ersten Runde. Sie liegen bei den Graduiertenschulen mit den Lebenswissenschaften vor den beiden anderen Wissenschaftsgebieten.

    Mit Blick auf die regionale Verteilung zeigt sich, dass neben den bereits in der ersten Runde antragsstarken südlichen Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Berlin mit zahlreichen Projektvorschlägen im Wettbewerb sind. Bei den neuen Bundesländern sind in dieser Runde Thüringen und Sachsen als Standorte vertreten

    Die Universitäten, die die erste Auswahlhürde genommen haben, werden nun gebeten, bis zum 13. April die ausformulierten Anträge einzureichen, über deren Förderung nach weiteren Begutachtungen im Sommer der Bewilligungsausschuss für die Exzellenzinitiative am 19. Oktober entscheiden wird

    Das Programm sieht die Förderung von etwa 40 Graduiertenschulen mit durchschnittlich je einer Million Euro pro Jahr, 30 Exzellenzclustern mit einer Förderung von durchschnittlich je 6,5 Millionen Euro pro Jahr sowie einer noch offenen Zahl von Zukunftskonzepten vor. Insgesamt ist das Programm auf eine Dauer von fünf Jahren angelegt und hat ein Volumen von 1,9 Milliarden Euro.

    In der ersten Wettbewerbsrunde waren 18 Graduiertenschulen, 17 Exzellenzcluster und drei Zukunftskonzepte mit einem Fördervolumen von 873 Millionen Euro bewilligt worden. Für die zweite Runde steht damit rund eine Milliarde Euro zur Verfügung

    Die weiteren Ergebnisse

    Die weiteren Ergebnisse:

    Förderlinie Graduiertenschulen
    (die Zahl in Klammern bezeichnet die Anzahl der Projektvorschläge, für die Anträge eingereicht werden können):

  • RWTH Aachen (1)
  • Universität Bayreuth (1)
  • Freie Universität Berlin (2)
  • Humboldt-Universität Berlin (4)
  • Universität Bielefeld (1)
  • Universität Bonn (2)
  • Universität Bremen (2)
  • Technische Universität Darmstadt (3)
  • Universität Erfurt (1)
  • Universität Erlangen-Nürnberg (1)
  • Universität Frankfurt/Main (1)
  • Universität Freiburg (2)
  • Universität Göttingen (2)
  • Universität Heidelberg (3)
  • Universität Jena (2)
  • Universität Kiel (1)
  • Universität zu Köln (2)
  • Universität Konstanz (2)
  • Universität Leipzig (1)
  • Universität zu Lübeck (1)
  • Universität Mainz (3)
  • Technische Universität München (1)
  • Universität Münster (1)
  • Universität des Saarlandes (1)
  • Universität Stuttgart (2)
  • Universität Ulm (1)

    Förderlinie Exzellenzcluster:

  • RWTH Aachen (1)
  • Universität Bayreuth (1)
  • Freie Universität Berlin (3)
  • Humboldt-Universität Berlin (2)
  • Technische Universität Berlin (2)
  • Universität Bielefeld (1)
  • Universität Heidelberg (3)
  • Universität Jena (1)
  • Universität Kiel (1)
  • Universität Köln (2)
  • Universität Leipzig (1)
  • Universität Mannheim (1)
  • Ruhr-Universität Bochum (1)
  • Universität Bremen (2)
  • Technische Universität Darmstadt (1)
  • Universität Erlangen-Nürnberg (1)
  • Universität Frankfurt/Main (1)
  • Universität Freiburg (3)
  • Universität Hamburg (1)
  • Universität Hannover (2)
  • Universität München (1)
  • Technische Universität München (1)
  • Universität Münster (2)
  • Universität Paderborn (1)
  • Universität des Saarlandes (1)
  • Universität Stuttgart (1)
  • Universität Tübingen (1)
  • Universität Würzburg (1)
  • Dieser Artikel ist erschienen am 23.01.2007