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Elite fördern

Bayern wird als erstes Bundesland Elite-Studiengänge fördern. Das Programm wird zum Wintersemester beginnen und 300 Studenten und Jungwissenschaftler mit herausragenden Leistungen unterstützen.Der Freistaat Bayern fördert, anders als auf Bundesebene, nicht einzelne Hochschulen, sondern unterstützt einzelne Fachbereiche. So reichen die Förderprogramme vom Hochbegabten-Studiengang Mathematik bis hin zum Doktoranden-Kolleg in philosophischer Altertumskunde. Von Insgesamt 104 Bewerbungen wurden 15 Studiengänge durch eine internationale Expertenkommission zur Förderung ausgewählt. Alle Disziplinen sind vertreten, obwohl mehr als die Hälfte der Programme zu den Bereichen Naturwissenschaften oder Biomedizin gehören.

Die besten Jobs von allen

Für die einzelnen Förderprogramme werden jeweils Studenten und junge Wissenschaftler gesucht, die über hervorragende Studienerfolge und Examen verfügen. Diese erwartet eine optimale Betreuung und eine intensive Ausbildung.Besonders viele Fachbereiche werden an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Erlangen gefördert. Die Arbeit des Elite Netzwerkes Bayern ist zunächst auf fünf Jahre befristet und wird mit insgesamt 14 Millionen Euro von Staat und Wirtschaft finanziert. Die Regierung stellt zusätzlich 223 Stellen für Dozenten und Nachwuchswissenschaftler zur Verfügung.Zum darauffolgenden Sommersemester soll das Förderprogramm ausgedehnt werden. Die Staatsregierung überlegt derzeit, dann auch Fachholschulen teilnehmen zu lassen. Ziel sei es, 2000 hochbegabte Studenten und 120 talentierte Nachwuchswissenschaftler intensiv zu unterstützen, so Ministerpräsident Edmund Stoiber.
Dieser Artikel ist erschienen am 10.03.2004