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Elfenbeinturm bevorzugt

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Viele Nachwuchs-Akademiker wollen lieber im Schoß ihrer Alma Mater bleiben, als sich in der Wirtschaft beweisen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey unter rund 3.300 e-fellows-Stipendiaten aller Studienrichtungen, die karriere exklusiv vorliegt.
Viele Nachwuchs-Akademiker wollen lieber im Schoß ihrer Alma Mater bleiben, als sich in der Wirtschaft beweisen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey unter rund 3.300 e-fellows-Stipendiaten aller Studienrichtungen, die karriere exklusiv vorliegt.Befragt nach 12 bevorzugten Karrierefeldern, sprachen sich 14 Prozent für eine Unilaufbahn aus, erst auf Platz zwei landet die Unternehmensberatung (11 Prozent), gefolgt von der Autoindustrie (6,7 Prozent). Nur ein halbes Prozent will im Handel arbeiten. Chemiker und Biologen zieht es am vehementesten in den Elfenbeinturm: Sie streben zu fast einem Drittel Doktortitel und Professur an, bei Mathematikern, Physikern und Informatikern ist es knapp jeder Vierte. Von den wirtschaftswissenschaftlichen Studenten dagegen setzen nur acht von hundert auf eine Karriere an der Uni.

Die besten Jobs von allen

Rückt der Jobeinstieg näher, sehen sich Studenten bevorzugt auf Recruiting-Veranstaltungen um; besonders Abendessen mit Unternehmensvertretern, Workshops und Mentorenprogramme stehen bei ihnen höher im Kurs als im Vorjahr. Im Schnitt legte die Nutzung dieser Angebote um fünf Prozentpunkte zu. Besonders informationshungrig sind Ingenieure: Sie machen die meisten Praktika (93 Prozent), besuchen fleißig Kontaktmessen (70 Prozent), Firmenpräsentationen (68 Prozent) oder unternehmensgestützte Vorlesungen (63 Prozent). Anders die Mediziner und Juristen: Praktika absolvieren sie zwar auch, doch finden sie Recruiting-Veranstaltungen unter allen Studenten am verzichtbarsten.
Dieser Artikel ist erschienen am 31.07.2006