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Einmal im Job, kaum noch Flop

Ein Studium ist und bleibt die beste Lebensversicherung gegen Arbeitslosigkeit - allen Krisen zum Trotz. Das belegt eine aktuelle Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Derzufolge lag die Akademiker-Arbeitslosenquote zuletzt bei vier Prozent, die allgemeine Arbeitslosenquote bei elf Prozent.
Ein Studium ist und bleibt die beste Lebensversicherung gegen Arbeitslosigkeit - allen Krisen zum Trotz. Das belegt eine aktuelle Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Derzufolge lag die Akademiker-Arbeitslosenquote zuletzt bei vier Prozent, die allgemeine Arbeitslosenquote bei elf Prozent.

Die Faustregel "Je besser ausgebildet, desto niedriger das Risiko des Jobverlusts" sehen die Forscher mit diesen Zahlen erneut bestätigt. Der Einstieg in den Beruf ist allerdings auch für junge, gut ausgebildete Leute schwerer geworden. So sind beim Statistischen Bundesamt rund 300.000 mehr junge Erwerbslose als bei der Bundesagentur für Arbeit erfasst.

Grund für die traurige Dunkelziffer: Arbeitssuchend melden sich nur diejenigen, die Anspruch auf Sozialleistungen haben oder sich die Vermittlung eines Jobs erhoffen. "Beides trifft auf viele Abiturienten und Hochschulabsolventen nicht zu", erklärt Herbert Buscher vom Institut für Wirtschaftsforschung in Halle. So beträgt die Arbeitslosenquote der bis 25-Jährigen nach den Unterlagen der Arbeitsagentur (BA) zwölf Prozent. Das Statistische Bundesamt hin‧gegen, das Arbeitslosenzahlen auf Basis repräsentativer Umfragen ermittelt, kommt auf eine Quote von 17,3 Prozent. Grundsätzlich sollte sich jeder nach Schule oder Studium bei der BA als arbeitssuchend melden, erinnert Arbeitsmarktexperte Buscher. Auch wenn es nur für zwei, drei Monate ist. "Sonst vergibt man für diese Zeit seine Rentenansprüche."(bor)
Dieser Artikel ist erschienen am 27.06.2005