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Einmal Augen öffnen, bitte

Britta Domke
Coaching boomt.Was einst alternden Top-Managern vorbehalten war, gilt mittlerweile unter jungen Führungskräften als attraktivste Form der Weiterbildung. Im Zweiergespräch lernen sie, Scheuklappen abzulegen und ein besserer Chef zu werden.
Dass er beim Assessment Center versagen könnte, war Sven Zielke (Name geändert) nie in den Sinn gekommen. "Ich war mir bis zum Schluss sicher, dass ich bestanden hatte", erinnert sich der 35-Jährige an den Tag, der beinahe seine Karriere beendet hätte. Schließlich stand schon lange fest, dass der Pharma-Projektleiter bald zum Teamleiter aufsteigen sollte. Na ja, und für diesen Karrieresprung muss man halt durchs Assessment Center - reine Formsache, glaubte Zielke.

Als ihm sein Chef dann am Telefon mitteilte, dass es wohl nichts werden würde mit der Beförderung, brach für ihn eine Welt zusammen. "Ich habe reagiert wie ein trotziges Kind: Die sind ja alle unfähig, habe ich gedacht. Monatelang war ich überzeugt, dass es an mir jedenfalls nicht gelegen hat."

Die besten Jobs von allen


Wenn plötzlich der Knoten platzt

Heute weiß Zielke, dass er damals im Assessment Center viel zu passiv aufgetreten ist, dass seine Ausstrahlung gleich null war. Die Einsicht ist ihm nicht von selbst gekommen. Ein professioneller Coach half ihm dabei, seine Schwächen zu erkennen, an seinem Auftreten zu arbeiten und seine offene, herzliche Seite zu betonen. "Wir haben gemeinsam überlegt, wie er sich außergewöhnlich macht", erinnert sich Zielkes Coach Marc Minor, den die Personalabteilung empfohlen und bezahlt hatte.

In der vierten Sitzung platzte der Knoten: "Plötzlich habe ich nicht nur geradeaus geguckt, sondern auch links und rechts", erinnert sich Zielke. Durch das Coaching fand er den Mut, nach einem halben Jahr erneut beim Assessment Center anzutreten - mit erstaunlichem Ergebnis: Er qualifizierte sich nicht nur für den neuen Führungsposten, sondern schnitt auch mit der höchsten Punktzahl aller Teilnehmer ab. Sein Resümee: "Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich beim ersten Mal durchgefallen bin."

Was Sven Zielke erlebt hat, ist typisch für das derzeit heißeste Thema in der Weiterbildung: War Coaching früher vor allem Top-Managern vorbehalten, so finanzieren Unternehmen zunehmend auch Potenzialträgern aus dem mittleren und unteren Management einen eigenen Coach. Zwischen 40.000 und 60.000 Führungskräfte in Deutschland profitieren mittlerweile davon, schätzt Christopher Rauen vom Bundesverband Coaching. Vor fünf Jahren sei es gerade mal die Hälfte gewesen

"Der Trend geht dahin, dass es vollkommen normal ist, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen", glaubt Rauen. Dazu kommt ein immer stärkeres Bedürfnis nach persönlicher Beratung in der Gesellschaft, wie der Berliner Diplom-Psychologe Thomas Bachmann erkannt hat: "Viele Leute nutzen Coaching für ihre Karriere, um sich profilbildend von anderen abzuheben und somit in der Arbeitswelt besser zu bestehen", sagt das Vorstandsmitglied des Artop-Instituts an der Humboldt-Universität.

Kein Wunder, dass auch das Fernsehen auf den Zug aufspringt - und dabei mitunter Coaching mit simplifizierender Lebenshilfe verwechselt: So startete die ARD Ende 2003 die Sendung "Coaching-TV". Auch bei den Privatsendern haben Shows mit Coaching-Elementen - etwa "Kämpf um deine Frau" oder "Zwei bei Kallwass" auf Sat.1 - Hochkonjunktur.

Ich lass mir helfen - Na und?

Entsprechend offen gehen junge Führungskräfte mit der Beratungssituation um. "Ich erzähle sehr gerne, dass ich mir einen Coach genommen habe - auch gegenüber Geschäftspartnern", versichert Mike Beenders. Der Chef einer Kölner Marketingagentur hatte sich während des Studiums selbstständig gemacht und bemerkte bald, dass er unternehmerische Entscheidungen viel zu oft aus dem Bauch heraus traf. Außerdem bereitete ihm der Telefonvertrieb - wichtig für das Wachstum seines Unternehmens - Schwierigkeiten. Sein Coach übte mit ihm den richtigen Ton am Telefon ebenso wie freie Rede und Körpersprache

Heute arbeitet Beenders ohne Hemmungen eine Telefonliste nach der anderen ab. Das Training hat seine Arbeit effektiver gemacht, ist der 28-Jährige überzeugt: Anderthalb bis zwei Stunden pro Tag habe er dadurch gewonnen - und es geht weiter: "Ich wünsche mir, dass das Coaching eine ständige Einrichtung bei uns wird. Es kommen ja immer neue Probleme auf mich zu."

Mein Haus, mein Auto, mein Coach

Seit etwa fünf Jahren, so die Meinung von Branchenkennern, boomt der Coaching-Markt in Deutschland. "2000 war das Jahr, in dem Coaching zum Lifestyle wurde", erinnert sich die Managementberaterin Claudia Nuber. Seitdem hat Coaching nicht nur sein Stigma von Couch und Psychoanalyse verloren; es gilt in manchen Managerkreisen sogar als ausgesprochen schick. So machten Führungskräfte ihren Selbstwert mittlerweile schon davon abhängig, wie bekannt ihr Coach sei und welchen Tagessatz er nehme, berichtet die Frankfurter Wirtschaftspsychologin Madeleine Leitner.

Aber auch am Beginn der Karriereleiter gewinnt die Weiterbildungsmethode Anhänger: Studenten lassen sich Prüfungsangst und Präsentationsschwächen wegcoachen. Die Mitte-bis-Ende-20-Jährigen brauchen vor allem Unterstützung bei der Stellensuche. Den Thirty-somethings geht es um Probleme mit ihrer Führungsrolle oder ihnen stellt sich die Sinnfrage: Irgendwie hat der Job seinen Reiz verloren - was kommt jetzt? Die Midlife-Crisis tut ihr Übriges: "Ich habe auffallend viele Männer in meiner Praxis, die 39 œ Jahre alt sind", sagt Leitner. "In diesem Alter kommen viele auf die Idee, grundlegend zu hinterfragen, was sie vom Berufsleben erwarten.

Bislang sind die Selbstzahler in der Minderheit: Gerade mal 20 Prozent, vor allem Selbstständige, wenden sich von alleine an Coaches. Wer deren oft hohe Preise scheut, der kann sich bei Coaching-Schülern - meist gestandene Trainer, Berater und Personalentwickler - als Probeklient melden (www.coaching-index.de). So reduziert sich der Stundenpreis beispielsweise beim Weiterbildungsinstitut Heinze + Alwart von 200 Euro bei einem Senior-Coach auf 50 Euro bei einem Trainee.

Die meisten Klienten werden aber von den Unternehmen geschickt, weiß Christopher Rauen. Inzwischen haben nicht nur Konzerne, sondern auch Mittelständler, ja sogar Parteien und Behörden Coaching als effektives Personalentwicklungsinstrument entdeckt. In einer Studie des Fachautors Werner Vogelauer gaben 70 Prozent der befragten Unternehmen an, Einzel-, Gruppen oder Projektcoaching einzusetzen

Als erstes Unternehmen in Deutschland plant der Energiekonzern E.on sogar die Ausgabe eines Coaching-Scheckheftes an seine Manager. Wer Führungsprobleme oder sonstige Krisen hat, kann die jährlich ausgeteilten Schecks als Zahlungsmittel bei festen Coaches oder Psychologen nutzen. Diese nennen E.on am Ende des Jahres nur die Summe der eingelösten Schecks - und wahren so die Anonymität ihrer Klienten.

Der Boom erstaunt, denn billig ist Coaching nun wirklich nicht. Honorare zwischen 80 und 250 Euro pro Stunde lassen auch großzügigen Personalern den Atem stocken. Doch die nackten Kosten sagen wenig aus: "Auch wenn Coaching auf den ersten Blick teuer ist - es ist der ökonomischste Prozess in der Weiterbildung", versichert Christine Kaul, Leiterin des Geschäftsfeldes Coaching bei der Volkswagen Coaching. Nach einer Studie des amerikanischen Marktforschungsinstituts MetrixGlobal kann die Methode 500 Mal so viel Geld einbringen wie sie kostet. Wie Manager berichten, stieg nach gezieltem Einsatz die Produktivität um 60 Prozent, die Mitarbeiterzufriedenheit um 53 Prozent.

Blinde werden wieder sehend

Denn während klassische Seminare allen Teilnehmern eine Standardlösung überstülpen, sollen Coaching-Klienten irgendwann selbst erkennen, wo bei ihnen der Hund begraben liegt. "Blinder Fleck" nennen Fachleute solche unbewussten Blockaden, die einen oft ein ganzes Berufsleben lang verfolgen und das Unternehmen eine Stange Geld kosten. Das nicht Aussprechbare aushaltbar zu machen - darin sieht auch der Frankfurter Coach Markus Schneider seine Aufgabe: "Im tiefsten Inneren wissen die meisten Menschen schon, was gut für sie wäre. Ich biete ihnen die Chance, auf einer hypothetischen Basis darüber zu sprechen.

Vor allem Führungskräfte sind anfällig für das Phänomen des Blinden Flecks: Je höher ihr Platz in der Hierarchie, desto seltener bekommen sie ehrliches Feedback von Mitarbeitern und Kollegen. "Es ist ja niemand mehr da, der sagt: Ihr Führungsstil ist nicht konstruktiv", hat der Diplom-Holzwirt Nico Michelsen, 43, erfahren. Der Erbe eines holzverarbeitenden Familienbetriebs war immer wieder bei dem Versuch gescheitert, einen widerspenstigen Niederlassungsleiter zu motivieren. Erst ein Gruppencoaching mit zwei Geschäftsführern aus anderen Branchen brachte Besserung: Unter Anleitung einer Konflikttrainerin lernte Michelsen, wie sein Führungsverhalten bei den Mitarbeitern ankommt und warum manche Gespräche eskalierten.

Der Schatten in meinem Büro

"Top-Manager leben in einem Vakuum", bringt es Dagmar Jäger, Coach aus Frankfurt am Main, auf den Punkt. Gegenüber ihren Klienten nimmt sie deshalb die Rolle des Feedbackgebers ein - ohne Noten zu verteilen: "Ich bewerte nicht, ich nehme wahr." Weil sich Menschen in der geschützten Atmosphäre einer Coaching-Praxis oft anders verhalten als im Büro, bietet Jäger auch so genannte Schattentage an. Dann weicht sie dem Klienten einen Tag lang nicht von der Seite, begleitet ihn wie ein Schatten an seinem Arbeitsplatz und beobachtet, wie er sich verhält und andere auf ihn reagieren

So aufsehenerregend läuft Coaching aber nur selten ab. Obwohl der Werkzeugkoffer guter Coaches oft mehrere Dutzend Tools enthält - laut Christopher Rauen gibt es rund 300 Interventionstechniken -, lassen sie ihre Klienten erst mal erzählen. "Ich frage mich immer weiter an das Problem heran", erklärt Marc Minor, der Sven Zielke durchs Assessment Center half. "Schließlich ist es für jeden Menschen eine Wohltat, wenn sich jemand in ihn hineinhört." Gezielte Fragen sollen das Geschehene rekonstruieren und dem Klienten bewusst machen, was er wirklich denkt, fühlt und meint.

Die Palette reicht von der Wunderfrage ("Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgen auf und Ihr Problem ist wie durch ein Wunder gelöst - woran erkennen Sie das?") bis hin zur Provokation ("Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie Sie Führungskraft geworden sind. Erklären Sie mir das mal"). Mitunter geht es in einer Coaching-Sitzung aber auch aktiv zur Sache: Da werden Bilder und Familienstammbäume angefertigt, Rollenspiele veranstaltet, Bauklötze oder Papierfiguren aufgestellt. Welche Methode gerade sinnvoll ist, entscheidet sich oft aus der Situation heraus, wie Marc Minor betont: "Coaching ist ein kreativer Akt."

Vorsicht vor Scharlatanen

Dass einige schwarze Schafe ihre Kreativität vor allem dazu nutzen, Klienten übers Ohr zu hauen, erzürnt die Branche seit Jahren. Fünf bis zehn Prozent der Anbieter können keine fundierte Ausbildung vorweisen, schätzt Diplom-Psychologe Christopher Rauen. Vorsicht sei vor allem geboten, wenn der Klient sofort zur Vertragsunterzeichnung gedrängt werde oder der Coach mit seiner Großartigkeit prahle. So melden sich bei Rauen immer wieder Opfer von Scharlatanen - darunter Fälle wie der einer Unternehmerin, die ein Coach um 7.000 Euro erleichterte, ihr beruflich Steine in den Weg legte und sie sogar sexuell belästigte.

Um solche Missgriffe zu verhindern, überlassen Konzerne wie Deutsche Bahn, Citibank und Lufthansa bei der Auswahl ihrer Coaches nichts mehr dem Zufall. 310 Namen umfasst beispielsweise der Coach-Pool bei Volkswagen. Wer aufgenommen werden will, muss seine Expertise in einem eintägigen Auswahlverfahren beweisen.

Erzwingen lässt sich die Bereitschaft, sein Seelenleben vor einem Fremden auszupacken, aber nicht. Bisweilen lehnen Coaches sogar Klienten ab, die deutlichen Widerwillen gegen Zwangsbecoachung erkennen lassen. "Der Klient sagt mir, wo die Grenzen sind", erklärt Management-Coach Claudia Nuber. "Wenn jemand das Thema Partnerschaft nicht mit mir besprechen will, dann habe ich das zu respektieren."

So respektierte sie auch, dass einer ihrer Klienten die Sitzungen ergebnislos abbrach. Der Techniker hatte im Coaching ein Talent zur Führungskraft aufblitzen lassen. Doch die Testergebnisse beeindruckten ihn wenig. Er hatte beschlossen, ein Studium draufzusatteln und in die Unternehmensberatung zu gehen. Nuber war mit ihrem Latein am Ende: "Er hat mir nicht zugehört, als ich ihm sagte, ich sehe ihn da nicht." Erst vier Jahre später meldete sich der Mann wieder - aus Jakarta, wo er eine Niederlassung seines Unternehmens leitete. Das sei, so gestand er, eine Spätfolge des Coachings. "Irgendwann habe ich's begriffen. Ich muss wohl ein richtiger Holzkopf gewesen sein."
Ins Aus befördert
Schon lange hatte Harald Hindelang* auf seine Beförderung gewartet. Jetzt konnte es sich eigentlich nur noch um Wochen handeln, glaubte der Bereichsleiter bei einem mittelständischen Autozulieferer. Natürlich wollte der 42-Jährige bestens vorbereitet an seine neue Rolle herangehen, kontaktierte deshalb den Goldenstedter Coach Christopher Rauen. Der nahm sich vor, erst einmal die Beziehungsstrukturen im Unternehmen aufzudecken - und startete das Coaching mit einer so genannten Systemvisualisierung.

Hindelangs Aufgabe: Papierfiguren mit den Namen von Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern beschriften und so auf dem Tisch platzieren, dass Verbindungen, Abneigungen und Klüngelrunden sichtbar werden. Wie die meisten Coaching-Klienten stellte Hindelang seine eigene Figur in die Mitte und positionierte alle anderen um sich herum. Ob er sich wirklich im Mittelpunkt des Unternehmens sehe, fragte der Coach. Hindelang überlegte ein wenig, stellte die Figuren mehrmals um - und wurde blass. Mit einem Male erkannte er bislang übersehene Seilschaften. Sein Vorgesetzter hatte zu einer anderen Abteilung viel engere Verbindungen als zu ihm.

Also würde er vermutlich jemanden aus dieser Gruppe befördern. Er dagegen, so schwante es dem Bereichsleiter, stand auf der Abschussliste. Auf Anregung von Christopher Rauen hörte er sich systematisch im Unternehmen um und fand seine Befürchtungen bestätigt: Von der Beförderung konnte keine Rede sein; ihn erwartete sogar eine Rückstufung. "Es hätte mich umgehauen, wenn mich das Coaching nicht auf die Situation vorbereitet hätte", sagt Hindelang im Rückblick. "So bin ich mit dieser Kränkung erheblich besser klargekommen." Ein halbes Jahr später verließ der Manager das Unternehmen.

Er hatte erkannt, dass er mit seiner sachorientierten Haltung in einem von Seilschaften geprägten Unternehmen fehl am Platze war. Mittlerweile hat Hindelang seine eigenen Seilschaften aktiviert: Er arbeitet als Geschäftsführer in einem Unternehmen, das früher einem Verwandten gehörte.

* Name geändert
Raus aus der Mutterrolle
"Ich habe das Gefühl, ich brenne aus" - mit diesen Worten kam die 38-jährige Vertriebsleiterin Petra Schrörs* in ihre erste Coaching-Sitzung. Seit einiger Zeit litt die allein erziehende Mutter unter Migräneanfällen und immer neuen Krankheiten. Der Druck in ihrem Leben war unerträglich geworden: Mit ihren zwölf Mitarbeitern kam sie nicht mehr zurecht, denn diese schienen sich nur zu bewegen, wenn sie Druck ausübte. Und zu Hause gab es Dauerkrach mit der pubertierenden Tochter.

In dieser Situation sollte Dagmar Jäger, Coach aus Frankfurt am Main, Abhilfe schaffen. Sie startete mit einer kreativen Übung: In einem selbst gemalten Bild sollte Petra Schrörs zeigen, wo sie sich derzeit in ihrer beruflichen Situation sieht, welche Talente bei ihr brachliegen und was ihr Wunschtraum für die Zukunft ist. Das wichtigste Ergebnis: Trotz aller Querelen liebt sie ihren Job und möchte auf keinen Fall wechseln. Der Schlüssel zum Problem schien vielmehr im Streit mit der Tochter zu liegen: Immer wieder kam das Thema auf, selbst wenn es eigentlich um berufliche Fragen gehen sollte. Also stellte Dagmar Jäger zwei Stühle auf. Der erste stand für Petra Schrörs, der zweite für ihre Tochter. Dann bat sie ihre Klientin, mal die eine, mal die andere Position zu vertreten - also quasi mit sich selbst zu diskutieren.

Und plötzlich begann die Managerin zu verstehen, warum ihre Tochter sie immer wieder provozierte: Sie wollte nicht mehr wie ein Kind, sondern wie eine Erwachsene behandelt werden. Von da an war es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Erkenntnis: "Du meine Güte, das passiert mir ja auch mit meinen Mitarbeitern." Jeden Arbeitsschritt, den sie an ihr Team delegierte, hatte sie bislang streng überwacht und korrigiert. Im Coaching übte sie nun, ihren Mitarbeitern mehr Vertrauen entgegenzubringen und konkrete Ziele mit ihnen zu vereinbaren. Inzwischen hat sich privat und beruflich bei Petra Schrörs vieles zum Guten gewendet. Und von Migräneanfällen wird sie nur noch selten geplagt

*Name geändert
Dieser Artikel ist erschienen am 16.11.2004