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Eine Frau für harte Fälle

Arbeitslosigkeit - Topthema der Talkshows, Wahlkampfgefechte und Expertenrunden. Kirchenvertreter findet man hier selten. Sie sammeln derweil die Scherben auf, die Hartz IV hinterlässt. Sabine Schumacher, Leiterin der zehnköpfigen Abteilung Europa und Arbeitsmarktpolitik beim Caritasverband in Köln, gehört dazu: "Keine Arbeit zu haben, bedeutet in Deutschland oft Armut und soziale Ausgrenzung", weiß die Diplom-Pädagogin.
Name: Sabine Schumacher
Alter: 40
Gelernt: Diplom-Pädagogik
Beruf: Arbeitsmarkt-Expertin
Arbeitsplatz: Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V
Arbeitslosigkeit - Topthema der Talkshows, Wahlkampfgefechte und Expertenrunden. Kirchenvertreter findet man hier selten. Sie sammeln derweil die Scherben auf, die Hartz IV hinterlässt. Sabine Schumacher, Leiterin der zehnköpfigen Abteilung Europa und Arbeitsmarktpolitik beim Caritasverband in Köln, gehört dazu: "Keine Arbeit zu haben, bedeutet in Deutschland oft Armut und soziale Ausgrenzung", weiß die Diplom-Pädagogin. Unter dem Dach der Caritas gibt es deshalb eine Vielzahl von Projekten, die benachteiligten Menschen zu einem Job verhelfen sollen: Ausbildungsstätten für Behinderte etwa oder Beschäftigungsprogramme für Geringqualifizierte.

Klingt nach weiblicher Domäne, ist es aber nicht. Als "sehr männlich geprägt" bezeichnet Sabine Schumacher ihr Arbeitsumfeld. Den Aufstieg von der Assistentin zur Abteilungsleiterin hat sie sich erkämpfen müssen: "Eine Babypause wäre wohl nicht drin gewesen." Als stellvertretende Vorsitzende der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit koordiniert Sabine Schumacher die zahlreichen Aktivitäten, organisiert den Erfahrungs- und Informationsaustausch unter den Projektleitern vor Ort und berät sie in Finanzierungsfragen. Die Arbeit an der Basis kennt die Diplom-Pädagogin aus eigener Erfahrung. Für einen privaten Bildungsträger hat sie früher selbst Arbeitslosen-Projekte gestemmt. "Hinter der nüchternen Statistik stehen immer Einzelschicksale, das darf man nie vergessen."

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Dieser Artikel ist erschienen am 27.07.2005