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Ein Drittel Bachelor und Master

Die Studienreform an deutschen Hochschulen hat mit einer stark gestiegenen Zahl von Bachelor- und Master-Studiengängen zum Wintersemester 2005/06 deutlich an Breite gewonnen. Ihre Anzahl ist gegenüber dem Sommersemester 2005 um 29 % auf 3.797 gestiegen. Damit führen 34 % aller Studiengänge an deutschen Hochschulen zu den Abschlüssen Bachelor oder Master.Der Löwenanteil dieses Zuwachses ist im Bachelor-Bereich zu verzeichnen. Zahlreiche Hochschulen stellen inzwischen ihr Studienangebot um. In den vorhergehenden Jahren hatte noch der Bereich der tendenziell kleinen und spezialisierten Masterstudiengänge überwogen.

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An den Fachhochschulen ist diese Entwicklung noch deutlicher. Dort stieg die Zahl der Bachelor-Studiengänge gegenüber dem Sommersemester um 56 % (Universitäten: +42 %). Die deutschen Fachhochschulen bieten inzwischen überwiegend Bachelor- und Masterstudiengänge an (53 %, Universitäten: 30 %).Hinsichtlich der Regelstudienzeiten dominieren nach wie vor sechssemestrige Bachelor- und viersemestrige Masterstudiengänge. Allerdings gewinnt der siebensemestrige Bachelor an den Fachhochschulen an Bedeutung: Inzwischen werden 36 % aller Bachelor-Studiengänge an Fachhochschulen mit einer Dauer von dreieinhalb Jahren angeboten. So kann beispielsweise ein Praxissemester mit einem sechssemestrigen Studienanteil in der Hochschule verbunden werden. Im Sommersemester 2006 hatten erst 13 % der FH-Studiengänge mit dem Abschlussgrad Bachelor diese Möglichkeit genutzt.Die Zahlen sind der Datenbank "Hochschulkompass" der Hochschulrektorenkonferenz entnommen: www.hochschulkompass.de. Sie verzeichnet die Studienmöglichkeiten an allen staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland.
Dieser Artikel ist erschienen am 26.09.2005