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Dürfen keine Details am Telefon erfragen

Wenn ein Headhunter einen Angestellten abwerben will, darf er diesen zwar im Büro des bisherigen Arbeitsgebers anrufen. Bei dieser Form der Direktansprache dürfen die Headhunter ihn aber noch nicht in ein ausführliches Bewerbungsgespräch verwickeln

Der Bundesgerichtshofs (BGH) hat bereits 2004 entschieden, dass dies unlauterer Wettbewerb wäre. Die Personalsucher müssen sich auf den Austausch der Informationen beschränken, die für eine erste Kontaktaufnahme notwendig sind (Az. I ZR 221/01). Jetzt hat der BGH weiter klargestellt: Der Headhunter darf Kandidaten auch nicht auf Details aus ihrem Lebenslauf oder auf ihre bisherige berufliche Tätigkeit ansprechen.

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Diese Informationen seien nicht notwendig. Wer einem Kandidaten sage, wie gut sein Lebenslauf auf eine Stelle passe, umwerbe ihn bereits in wettbewerbswidriger Weise. Ziel eines solchen Informationsaustauschs sei nicht die Kontaktaufnahme. Der Headhunter versuche dann vielmehr, das Interesse des Bewerbers an der Stelle zu wecken (Az. I ZR 183/04)

Quelle: Bundesgerichtshof, Karlsruhe.
Das Urteil: http://juris.bundesgerichtshof.de
Dieser Artikel ist erschienen am 30.01.2008