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Dr. Isabella Erb-Herrmann

Was verstehen Sie unter ?Karriere??

Für mich bedeutet Karriere nicht unbedingt, dass man ganz oben steht, und alles darauf ausrichtet, die Nummer eins zu sein. Vielmehr heißt Karriere machen für mich, an seinen Aufgaben zu wachsen, seine eigenen Grenzen ständig zu verschieben und seine vollen Fähigkeiten auszuschöpfen. Und nicht zuletzt Zufriedenheit dabei zu empfinden.

Haben Sie Ihre Karriere geplant?

Geplant habe ich sicherlich die Meilensteine meiner Karriere ? einzelne Schritte dagegen kann man nicht planen. Sie sind ein Produkt von Gelegenheiten und der Unterstützung durch starke Mentoren. Man kann brillant sein, aber man muss es beweisen können. Gute Mentoren schaffen diese Gelegenheiten.

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Was verstehen Sie unter guter Führung?

Nach dem alten Denkmuster müssen Chefs fordern. Ich dagegen verstehe mich als Dienstleister für meine Mitarbeiter. Mitarbeiter zu befähigen und ihnen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sie ihrer Tätigkeit zielgerichtet nachgehen können, sind dabei besonders wichtig. Zudem sollte eine Führungspersönlichkeit stets als Vorbild agieren und nicht ?Wasser predigen und Wein trinken?.

Was war Ihr größter Erfolg?

Für einen internationalen Pharmakonzern ein mehrmonatiges Transformationsprojekt erfolgreich durchzuführen, durch das das Unternehmen auf die Herausforderungen der nächsten fünf bis zehn Jahre vorbereitet wurde.

Ihr größter Misserfolg?

Ich würde es meine größte Enttäuschung nennen: die Ablehnung eines Auslandssemesters am MIT (Massachusetts Institute of Technology, Cambridge/USA).

Was ist Ihnen über die Arbeit hinaus noch wichtig?

?Mens sana in corpore sano? ? Sport ist für mich wichtig, um mich gesund zu halten, damit ich nicht allein im Job Leistung zeigen kann, sondern auch im Privatleben bei Familie und Freunden ausgeglichen bin.

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Dieser Artikel ist erschienen am 21.11.2007