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Doppel-Befristung verboten

Nach einem aktuellen Urteil des Bundesarbeitsgerichts gilt der Befristungsschutz jetzt auch für kurzzeitige Arbeitsverhältnisse unter sechs Monaten. Danach kann eine Anschlussbeschäftigung bei einem Unternehmen - unabhängig davon, wie viel Zeit zwischen erstem und zweitem Arbeitsverhältnis liegt - nur wirksam befristet werden, wenn ein sachlicher Grund vorliegt. Kann dieser nicht nachgewiesen werden, gilt der Arbeitsvertrag automatisch als unbefristet.

Interessant ist das Urteil für Studenten, die öfter beim selben Unternehmen jobben oder nach dem Studium dort einsteigen, wo sie zuvor bereits in den Ferien gearbeitet haben. Der Haken: Innerhalb der ersten sechs Monate kann der neue Job, sofern er nicht direkt an den alten anschließt, vom Unternehmen ohne Angabe von Gründen gekündigt werden, weil danach erst das Kündigungsschutzgesetz greift.
BAG 2 AZR 690/02
Dieser Artikel ist erschienen am 09.01.2004