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Doping-Gerüchte im südkoreanischen TV

Der staatliche südkoreanische Fernsehsender SBS hat Doping-Gerüchte um die deutsche Nationalmannschaft verbreitet: Danach sollen die Deutschen vom WM-Finale ausgeschlossen werden.
dpa SEOUL/YOKOHAMA. Eine Falschmeldung im südkoreanischen Rundfunk hat am Donnerstag kurzfristig für große Aufregung beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gesorgt. Ein Radiosender hatte gemeldet, dass das deutsche Team vom Weltverband (FIFA) wegen Dopings vom WM- Finale ausgeschlossen worden sei. Der große staatliche Fernsehsender SBS und der private Sender MBC trugen das Gerücht in ihren WM- Sendungen offenbar ungeprüft weiter. Der Weltverband FIFA reagierte umgehend mit einem Dementi. "Ich kann absolut hundertprozentig sagen, dass da überhaupt nichts dran ist. Das ist bombensicher", sagte FIFA- Medienchef Keith Cooper in Yokohama der dpa.Der Chefmedizinier der FIFA, Jiri Dvorak, bestätigte, dass alle bisherigen Dopingtests negativ verlaufen sind. Auch die nach dem 1:0- Halbfinalsieg der deutschen Mannschaft gegen Südkorea genommenen Doping-Proben von Torsten Frings und Miroslav Klose seien bereits ausgewertet worden. Der DFB hatte die FIFA nach Bekanntwerden der Gerüchte umgehend kontaktiert. "Wir wollen diesen Schwachsinn im Ansatz ersticken", begründete Pressesprecher Harald Stenger die sofortige Reaktion des Verbandes.

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Auch das südkoreanische Organisationskomitee (KOWOC) dementierte umgehend, dass es positive Dopingfälle in der deutschen Mannschaft gegeben habe. Daraufhin zogen die großen Fernsehsender SBS und MBC ihre Meldungen zwei Stunden nach der Verbreitung wieder zurück.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.06.2002