Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Dividenden nur noch halb versteuern

Bereits zum 1.1.2001 trat das so genannte Halbeinkünfteverfahren in Kraft, erstmals bemerkbar macht es sich aber erst jetzt: nämlich beim Abfassen der Steuererklärung für das vergangene Jahr. Für ausländische Wertpapiere gilt die neue Berechnung seit Anfang 2001, für inländische erstmals in 2002.
Bereits zum 1.1.2001 trat das so genannte Halbeinkünfteverfahren in Kraft, erstmals bemerkbar macht es sich aber erst jetzt: nämlich beim Abfassen der Steuererklärung für das vergangene Jahr. Für ausländische Wertpapiere gilt die neue Berechnung seit Anfang 2001, für inländische erstmals in 2002.

Einkünfte aus Aktien sind demnach nur noch zur Hälfte steuerpflichtig und wandern auch nur noch in dieser Höhe in die Steuererklärung. Bleiben die gesamten Zins- und Dividendeneinkünfte innerhalb des Sparerfreibetrags von 1.601/3.202 Euro (Ledige/Verheiratete) pro Jahr, fallen keine Steuern an.

Die besten Jobs von allen


Darüber hinaus gilt das Halbeinkünfteverfahren auch für Kursgewinne aus Spekulationsgeschäften, das heißt, wenn zwischen Kauf und Verkauf der Papiere weniger als ein Jahr liegt. Der Staat bittet aber erst dann zur Kasse, wenn die "halben" Kursgewinne - verrechnet mit eventuellen Kursverlusten - über 512 Euro im Jahr liegen.

Die Nachteile der neuen Regelung: Künftig wird die 25-prozentige Körperschaftsteuer, die auf ausgeschüttete Dividenden einbehalten wird, nicht mehr erstattet. Außerdem können Verluste aus Spekulationsgeschäften auch nur noch zur Hälfte verrechnet werden.
Dieser Artikel ist erschienen am 24.01.2002