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Diskriminierung am Arbeitsplatz

UN-Studie: Diskriminierung am Arbeitsplatz betrifft hauptsächlich Frauen
Zur Gleichberechtigung im Beruf ist es noch ein weiter Weg. Das ist das Ergebnis einer globalen Studie, die die Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) erstmalig durchgeführt hat.Frauen, die gegenwärtig weltweit 67 Prozent des Arbeitskräftepotenzials ausmachen, werden am stärksten benachteiligt. ?Egal, auf welchem Gebiet, wie groß die Firma oder in welcher Gegend der Erde, Frauen verdienen weniger als Männer?, heißt es in dem UN-Bericht. Zudem arbeiteten Frauen wesentlich häufiger als Männer in den am schlechtesten bezahlten und unsichersten Jobs.

Allerdings werden Menschen nicht nur wegen ihres Geschlecht, sondern auch aufgrund von Rasse und Alter diskriminiert. Bis zum Jahr 2050 seien in den Industrieländern 33 Prozent der Menschen über 60 Jahre alt, in den Entwicklungsländern immerhin 19 Prozent. Würden dann neben Frauen auch ältere Arbeitnehmer in Beruf und Karriere benachteiligt, könne der gesamte soziale Zusammenhalt von Staaten auf Dauer gefährdet werden, wird in dem UN-Bericht spekuliert. Das könne sich in Zukunft zudem negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken.

Der UN-Bericht klagt darüber hinaus an, dass den meisten Regierungen zwar klar sei, dass Benachteiligungen am Arbeitsplatz ein Hindernis für die Beschäftigung darstelle. Diese Einsicht sei jedoch oft nur mangelhaft oder gar nicht umgesetzt.

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Dieser Artikel ist erschienen am 13.05.2003