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Die Kluft wird größer

Frauen haben Männer in Sachen Internetnutzung noch nicht einholen können. Während 2002 bereits 49 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen online waren, stieg die Kluft 2003 um 3 Prozentpunkte an: 59 Prozent der Männer, aber nur 42 Prozent der Frauen surfen im Netz.

Dies fanden Forscher durch die TNS Emnid Studie heraus, in der sie über 14 Jahre hinweg insgesamt 30.000 Personen befragten. Die durchgeführten Interviews zur Online-Nutzung zeigen, dass in Hessen und Schleswig-Holstein die meisten Frauen (jeweils über 45 Prozent) das neue Medium benutzen. Im Vergleich dazu taten dies in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern aber nur 36 Prozent.

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Alles in allem scheinen Schulbildung und Alter die wichtigsten Indikatoren für die Internetnutzung zu sein. Bei den Schülern war der Unterschied 2003 minimal: 83 Prozent der Mädchen und 85 Prozent der Jungen surften regelmäßig im Web. In der Altersgruppe 30 bis 59 mit Mittlerer Reife ist das Gefälle deutlicher: 20 Prozentpunkte liegen dort zwischen den Geschlechtern. Für Männer scheint das Angebot des Internets auch in der Generation über 60 mit Abitur bzw. Hochschulabschluss wesentlich attraktiver zu sein als für Frauen. 44 Prozent der Männer dieser Altersgruppe und nur 24 Prozent der Frauen nutzen Onlinedienste.

Je höher der Bildungsgrad desto geringer der Unterscheid zwischen Onlinern und Onlinerinnen. Im höheren Besamtendienst zum Beispiel nutzen sowohl 80 Prozent der Männer als auch der Frauen das Internet. Weibliche Angestellte sind dagegen nur zu etwa 60 Prozent online, ihre männlichen Kollegen zu knapp 80 Prozent. Arbeiter und Handwerker haben im Vergleich dazu wenig Onlineerfahrung (54 Prozent der Männer, 35 Prozent der Frauen).

Obwohl arbeitslose Frauen und Männer das Internet zwar häufiger als noch vor einem Jahr nutzen, sind 45 Prozent der arbeitslosen Frauen und 36 Prozent der arbeitslosen Männer noch nicht online.

Ausführliche Informationen finden Sie unter: http://www.frauen-technik-impulse.de/n-onliner.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.02.2004