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Die Extremjobber kommen

Deutsche Manager sind Extremjobber: Vier von fünf Führungskräften arbeiten mehr als 50 Stunden pro Woche. Die Hälfte der 142 befragten Manager mit einem Jahresgehalt von mehr als 200.000 Euro hat sogar eine 60- bis 70-Stunden-Woche.
Damit verbringen die deutschen Spitzenkräfte im Durchschnitt mehr Zeit im Job als ihre amerikanischen Kollegen, von denen einer vergleichbaren US-Umfrage zufolge lediglich 45 Prozent länger als 60 Stunden arbeiten. 85 Prozent der deutschen Befragten stellten eine deutliche Zunahme der Arbeitsbelastung in den vergangenen fünf Jahren fest. Jedoch betonten 95 Prozent, dass ihnen der Job Spaß mache. Solche leistungsorientierten Führungskräfte würden stark durch Eigenmotivation angetrieben, heißt es bei Kienbaum.

Auch ein durch extreme Leistung erreichter Adrenalinkick motiviere die Extremjobber. Im Privatleben seien Sportarten wie Fallschirmspringen, Bungee-Jumping oder Marathon beliebt. Viele Befragte seien sich jedoch durchaus der Gefahren des Extremjobbens bewusst: Gesundheit und Partnerschaft litten unter ihrem beruflichen Turboeinsatz.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.07.2007