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Deutschland-Chef von Alstom abgelöst

Der Deutschland-Chef von Alstom wurde abgelöst, dies hat der französische Industriekonzern am Dienstag bestätigt. Ein Zusammenhang mit den schwachen Geschäftszahlen wurde aber dementiert.
HB MÜNCHEN. Klaus Linnebach sei aus Altersgründen ausgeschieden, sagte eine Sprecherin von Alstom in Deutschland am Dienstag auf Anfrage. ?Der Managementwechsel hat nichts mit irgendwelchen zahlenmäßigen Entwicklungen zu tun.? Linnebachs Posten habe zum Jahresanfang Georg Gasteiger übernommen.Die Tageszeitung ?Die Welt? hatte berichtet, die Konzernzentrale in Paris reagiere mit dem Wechsel an der Deutschland-Spitze auf schlechte Geschäftszahlen und die schleppende Sanierung. Im Kraftwerksbau habe sich die Auftragslage nicht wie erhofft verbessert. Die Auslastung des wichtigen Energietechnik-Standortes Mannheim sei ?an einem gefährlichen Tiefpunkt angelangt?, berichtete das Blatt zudem unter Berufung auf das Managements.

Die besten Jobs von allen

Die Alstom-Sprecherin sagte hierzu lediglich, es sei seit langem bekannt, dass das Kraftwerksgeschäft in Deutschland schwierig laufe und es in Mannheim Auslastungsprobleme gebe.Alstom hatte im Frühjahr 2004 für Schlagzeilen gesorgt, als der damals finanziell angeschlagene Konzern nur durch ein milliardenschweres staatliches Rettungspaket vor der Pleite bewahrt wurde. Siemens hatte zeitweise ein Interesse am Gasturbinen-Geschäft der Franzosen gehegt, war aber mit seinen Plänen auf massiven politischen Widerstand gestoßen und gescheitert. Neben dem Kraftwerksbau ist Alstom mit dem TGV auch in der Verkehrstechnik sowie im Werftengeschäft aktiv.
Dieser Artikel ist erschienen am 18.01.2005