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Deutschen wird Arbeit immer unwichtiger

Jeder zweite Deutsche würde nicht mehr zur Arbeit gehen, wenn es zum Leben auch ohne Arbeitslohn reichte. Zu diesem Ergebnis kam eine internationale Prosumer Pulse Studie der Werbeagentur Euro RSCG Worldwide in den wichtigsten Industrienationen. Bei den Briten würden sogar 57 Prozent auf Arbeit verzichten, wenn sie nicht vom Geld abhängig wären.

Richtig fleißig hingegen sind Arbeitnehmer in China und Indien. Lediglich 30 Prozent der chinesischen Erwerbstätigen könnten sich ein Leben ohne Arbeit vorstellen. In Indien stimmen sogar 82 Prozent der Aussage zu, dass Arbeit die wichtigste Quelle für die persönliche Zufriedenheit sei. Diese Meinung teilen nur 13,6 Prozent der deutschen Befragten.

Die besten Jobs von allen


Jedoch sind die deutschen Arbeitnehmer besonders gründlich und gewissenhaft. Der Frage, ob man nie mehr tut, als das, was man unbedingt muss, stimmen nur 18 Prozent der deutschen Erwerbstätigen zu. 53 Prozent lehnen diese Arbeitshaltung sogar strikt ab. Hier sind Chinesen und Inder nachlässiger: 33 Prozent der chinesischen Arbeitnehmer wollen nur genau das tun, was man muss, in Indien sind es sogar 57 Prozent der Befragten.

In der Prosumer Pulse Studie wird in regelmäßigen Abständen das Konsum- und Sozialverhalten in den wichtigsten Industrienationen untersucht. Mit Hilfe dieser Studie werden globale Verhaltenstrends und -muster ermittelt und interpretiert.
Dieser Artikel ist erschienen am 16.09.2004