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Deutsche Unternehmen planen langfristiger

Deutsche Finanzvorstände sind bei Sparmaßnahmen weniger kurzsichtig als ihre Kollegen in anderen Ländern. Das ergab eine Studie der Unternehmensberatung Price WaterhouseCoopers.
hon FRANKFURT AM MAIN. Im Gegensatz zu fast zwei Dritteln aller CFOs weltweit haben in Deutschland nur 58 Prozent der Befragten das Gefühl, durch eine Kultur der reinen Selbsterhaltung zu kurzfristigen Sparmaßnahmen gezwungen zu werden.Dagegen legt die Mehrheit der Befragten (80 Prozent) in Deutschland größten Wert auf konsequente Maßnahmen wie zum Beispiel Firmenregelungen bezüglich Geschäftsreisen. Über zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten würden zur Kostendämpfung auch die Anzahl der Mitarbeiter reduzieren. Den Abbau nicht-rentabler Betriebsteile halten 80 Prozent der deutschen Finanzchefs für besser geeignet, Kosten zu sparen, als deren Nutzen zu optimieren.

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Deutschland bei Beschaffung und Einkauf vorausDie Effizienz der Beschaffung ist der entscheidende Schlüssel für jede Strategie zur Kostensenkung und eine notwendige Vorbereitung auf den kommenden Aufschwung, so die Meinung von mehr als 70 Prozent der Befragten.Deutschland ist beim Thema Beschaffung und Einkauf über das Internet (E-Procurement) vielen anderen Ländern weit voraus: 56 Prozent der in Deutschland befragten CFOs gehen davon aus, dass Unternehmen mit einer nachhaltigen Beschaffungsstrategie eine bessere Ausgangsposition für den kommenden wirtschaftlichen Aufschwung haben.Die Hälfte aller Befragten ist davon überzeugt, dass spätestens in zwei bis drei Jahren alle Unternehmen eine Strategie für das E-Procurement haben müssen. Gleichzeitig erhöhen aber nur 38 Prozent der Unternehmen ihre Ausgaben für die Entwicklung von Internet und E-Business. 34 Prozent der Befragten reduzieren sogar ihre Investitionen in diesem Bereich.In Deutschland sind die Unternehmen hier allerdings fortschrittlicher: 61 Prozent haben bereits in eine E-Procurement-Lösung investiert. Darüber hinaus halten die befragten deutschen CFOs noch weitere Optimierungsmaßnahmen im Einkaufsbereich für notwendig, so zum Beispiel eine exakte Analyse der Kosten, die durch Lieferanten und Sortiment entstehen.Wenig berücksichtigt wird bei Einkaufsprozessen bis dato auch der steuerliche Aspekt. Die Studie brachte zutage, dass nur 14 Prozent der befragten deutschen CFOs steuerliche Kriterien in ihre Kostenkalkulation bei der Beschaffung miteinbeziehen.
Dieser Artikel ist erschienen am 22.04.2002