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Deutsche und Ausländer - Kollegiales Verhältnis

Beschäftigte deutscher und ausländischer Herkunft gehen im Arbeitsalltag überwiegend kollegial miteinander um. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Forschungsinstituts für Arbeit, Technik und Kultur an der Universität Tübingen.Diskriminierung durch deutsche Arbeitskollegen oder Vorgesetzte komme zwar vor, sei jedoch selten und nur in Ausnahmefällen gravierend. Die meisten Beschäftigten ausländischer Herkunft seien stark motiviert, sich in den Betrieb und die deutsche Gesellschaft zu integrieren.

Die besten Jobs von allen

Wie die Analyse zeigt, sind Beschäftigte ausländischer Herkunft nach wie vor häufig als angelernte Arbeiter tätig. Grund dafür seien primär Unterschiede in der Qualifikation, nicht betriebliche Diskriminierung. Mitunter blieben aber im Herkunftsland erworbene schulische Qualifikationen ungenutzt, weil sie nicht ins deutsche Berufssystem passen.Das Institut hat die Sozialstruktur und die sozialen Beziehungen in zwei Betrieben der Metall- und Elektroindustrie sowie in einem Chemieunternehmen untersucht. Neben Statistiken wurden gut 550 Fragebögen ausgewertet, darüber hinaus Gespräche mit 93 Beschäftigten geführt.
Dieser Artikel ist erschienen am 30.08.2005