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Deutsche Arbeitnehmer rauchen am meisten

Rund 22 Prozent der deutschen Arbeitnehmer gönnen sich während der Arbeit eine Zigarettenpause. Damit gehören sie europaweit zu den stärksten Rauchern. Dies ergab eine Umfrage der Personaldienstleister Kelly World at Work Survey. Befragt wurden 14.000 Angestellten aus acht europäischen Ländern.
Mehr als die Hälfte der nichtrauchenden Kollegen seien der Meinung, dass Raucher unproduktiver als Nichtraucher sind. Dies führe zu Spannungen bei der Arbeit.

"Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig das Thema Rauchen am Arbeitsplatz ist", sagt Michael Kirsten, Marketing Coordinator bei Kelly Services Deutschland. "Viele Unternehmen haben daher bereits Maßnahmen ergriffen, um die Anzahl der Zigarettenpausen zu reduzieren. Zusätzlich erschweren gesundheitliche und rechtliche Bestimmungen das Rauchen bei der Arbeit."

Raucher argumentieren dagegen, dass der Zigarettenkonsum am Arbeitsplatz ihre Produktivität steigern würde und es ihnen ermögliche, in informeller Atmosphäre Kontakte zu knüpfen und Ideen auszutauschen.
Dieser Artikel ist erschienen am 30.08.2005