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Deutsche Arbeitnehmer im Ausland hoch gefragt

Deutsche Arbeitnehmer sind im Ausland hoch gefragt und immer mehr Menschen nehmen diese Herausforderung an. Dies berichtet das Job- und Wirtschaftsmagazin karriere in seiner am 28. Juli erscheinenden August-Ausgabe unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage der Online-Jobbörse Stepstone.

So suchen Mehr als ein Drittel der europäischen Unternehmen nach deutschen Bewerbern. Dabei sind vor allem Arbeitskräfte aus Deutschland im europäischen Ausland gefragt: Und immer mehr Deutsche folgen dem Ruf Europas: Allein im vergangenen Jahr sind nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes rund 145.000 Deutsche ausgewandert, die höchste Zahl seit 1950. Am häufigsten zieht es die Auswanderer in die Schweiz, nach Polen und Österreich. Aber auch Skandinavien, Südeuropa und das Baltikum stehen hoch im Kurs

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Unter akutem Fachkräftemangel leidet zum Beispiel Norwegen: Neben gewerblich-technischen Berufen haben Ingenieure und ITler sehr gute Chancen. Die Offshore-Industrie sucht verzweifelt erfahrene Spezialisten (Ingenieure, Geologen, Geophysiker) zur Instandhaltung der Bohrlöcher. Ärzte, Zahnärzte und Apotheker sind ebenfalls gefragt. Weil der heimische Arbeitsmarkt leer gefegt ist, wirbt auch Schottland zurzeit aktiv um Spezialisten aus dem Ausland. Gesucht: Fachkräfte für Elektroingenieurwesen, IT und Physik. In Großbritannien sind Sozialarbeiter, Krankenschwestern, Allgemein- und Zahnärzte sowie Psychiater Mangelware. Mühelos finden junge und qualifizierte Bewerber aus Deutschland im Boomland Irland einen Job, wo mit rund vier Prozent Arbeitslosenquote praktisch Vollbeschäftigung herrscht. Gut sind die Chancen vor allem für Ingenieure, ITler, Call-Center-Mitarbeiter, Ärzte und Hotelfachleute

Auch im Auswanderungsziel Nummer eins in Europa, der Schweiz, gibt es einen hohen Bedarf an deutschen Fachkräften, vor allem für die Finanz- und Versicherungsbranche. Aber auch in IT, Hotellerie und Gastronomie, Metallindustrie und Maschinenbau sind Deutsche willkommen. Im Nachbarland Niederlande ist die Arbeitslosenquote mit 4,7 Prozent nur halb so hoch wie in Deutschland. Gesucht werden vor allem Leute für Vertrieb und Verkauf, Ingenieure und Techniker, Controller, Finanzanalysten und Mediziner.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.07.2006