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Der nächste Top-Job für Schröder

Der Altkanzler wird Berater der Investmentbank Rothschild. Finanziell soll er in absoluten Zahlen angeblich weniger lukrativ sein als die Aufgaben bei der Ostsee-Pipeline-Gesellschaft, beim Ringier-Verlag oder als seine Auftritte als Redner. Relativ gesehen sieht das schon anders aus.
Gerhard Schröder Foto: dpa
HB BERLIN. Seine Tätigkeit beziehe sich nicht auf die Geschäfte in Deutschland, teilte das Bankhaus weiter mit. Die Investmentbank unterhält nach eigenen Angaben 40 Büros in 30 Ländern und beschäftigt über 2 000 Mitarbeiter.Nach Informationen der ?FAZ? aus Finanzkreisen wird der Posten für Schröder finanziell weniger lukrativ sein als die Aufgaben bei der Ostsee-Pipeline-Gesellschaft, beim Ringier-Verlag oder als seine Auftritte als Redner. Häufig würden Beiratspositionen in Banken nur mit einem mittleren fünfstelligen Honorar pro Jahr vergütet, berichtet die Zeitung. Schröder werde lediglich an zwei oder drei Beiratssitzungen im Jahr teilnehmen.

Die besten Jobs von allen

Der Wechsel Schröders an die Spitze des Aufsichtsrats des Konsortiums zum Bau der Ostsee-Gaspipeline war in Deutschland auf heftige Kritik gestoßen, weil Schröder das Projekt als Kanzler gefördert hatte. Die Gasleitung durch die Ostsee wird von einem Konsortium um den russischen Staatsmonopolisten Gazprom sowie den deutschen Konzernen Eon und BASF gebaut. Am 29. März soll Schröder zum Aufsichtsratschef gewählt werden.
Dieser Artikel ist erschienen am 24.03.2006