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Der Körper steht im Mittelpunkt

Susanne Weber
Körperliche Anstrengung entspannt: Wer eine Stunde durch den Wald gejoggt ist, hat zwangsläufig Stress abgebaut ? das ist ein hormoneller Prozess: Das Stresshormon Adrenalin wird durch körperliche Betätigung abgebaut, das Glückshormon Endorphin ausgeschüttet.
Körperliche Anstrengung entspannt: Wer eine Stunde durch den Wald gejoggt ist, hat zwangsläufig Stress abgebaut ? das ist ein hormoneller Prozess: Das Stresshormon Adrenalin wird durch körperliche Betätigung abgebaut, das Glückshormon Endorphin ausgeschüttet.Wer regelmäßig wandert, schwimmt, radelt, tanzt oder läuft, hat schon viel dafür getan, dass die Angst vor der Prüfung keine destruktiven Ausmaße annimmt. Wem Ausdauersport zu öde ist, der kann sich auch beim Fußball, Tennis, Squash oder Badminton austoben ? eine gleichmäßige Belastung des Körpers beim Ausdauersport ist zwar für den Stressabbau effektiver, aber schließlich soll das ganze auch Spaß machen. Und entscheidend ist die Auswirkung auf die Seele: Das zwanghafte Grübeln über die Prüfung sowie die Anspannung sind nach dem Sport fast immer durchbrochen. Optimal ist es, sich alle zwei Tage eine Stunde zu verausgaben.

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Eine zentrale Rolle bei der Angstbekämpfung spielt die Atmung; eine falsche Atmung verstärkt Angst. Eine zu flache Atmung führt zu Sauerstoffarmut und damit zu erhöhter Nervosität. Wer dagegen zu kräftig atmet, hyperventiliert, was Übelkeit, Ohnmacht und auch Panik zur Folge haben kann. Dem kann man entgegensteuern, indem man bewusst auf die Atmung achtet und sich dazu zwingt, tief und langsam in den Bauch zu atmen. Hilfreich hierbei sind Autosuggestion (?Ich bin ganz ruhig?) sowie Entspannungstechniken, die unter Punkt 4 (kombinierte Ansätze) vorgestellt werden.Auch eine gesunde Ernährung kann dazu beitragen, die Prüfungsangst im Zaum zu halten: Sie trägt zum Wohlbefinden bei und fördert die Fähigkeit zum konzentrierten Lernen. Also ran an Obst und Gemüse, weg mit fettigen Fertiggerichten. Wichtig ist es, viel zu trinken; Lernschwierigkeiten liegen oft an einem Flüssigkeitsmangel. Erhöhter Cola- und Kaffeekonsum kann unerwünschte Auswirkungen haben: Unter Umständen wird dadurch nicht das Lerntempo, sondern die Angstbereitschaft gesteigert.
Dieser Artikel ist erschienen am 02.05.2005