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Der Hammer soll fallen

Die neue Mammutprüfung im Medizinstudium, das so genannte Hammerexamen, löst immer mehr Unmut aus. Durch die Abschaffung des ersten und dritten Staatsexamens muss der Stoff von sechs Semestern gepaukt werden, während die angehenden Ärzte im Praktischen Jahr schon full-time in den Klinikalltag eingebunden sind.
Die neue Mammutprüfung im Medizinstudium, das so genannte Hammerexamen, löst immer mehr Unmut aus. Durch die Abschaffung des ersten und dritten Staatsexamens muss der Stoff von sechs Semestern gepaukt werden, während die angehenden Ärzte im Praktischen Jahr schon full-time in den Klinikalltag eingebunden sind. Im letzten Herbst wurde zum ersten Mal nach der neuen Approbationsordnung geprüft: Mit knapp zehn Prozent fielen fast vier Mal so viele durch wie früher.

In einer Online-Petition an den Deutschen Bundestag forderten die Medizinstudenten im Hartmannbund (www.hammerexamen-abschaffen.de) eine Aufteilung der ärztlichen Prüfung in einen theoretischen Teil zum Ende der Uni-Zeit und ein praktisches Examen nach dem Praktischen Jahr. 12.000 unterschrieben die Forderung. Nun heißt es abwarten: Der Antrag wird derzeit im Petitionsausschuss geprüft.
Dieser Artikel ist erschienen am 26.01.2007