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Der Boom hält an

Die Fragen stellte Hans-Martin Barthold
Interview mit Klaus Brunnstein, Professor für Anwendungen der Informatik an der Universität Hamburg
Interview mit Klaus Brunnstein, Professor für Anwendungen der Informatik an der Universität Hamburg

Wie lange wird am Arbeitsmarkt die hohe Nachfrage nach Informatikern noch anhalten?
Während der Bedarf an ?Kern-Informatikern? etwa konstant bleiben dürfte, wird der Bedarf an ?Anwendungsinformatikern? weiter stark steigen. Das liegt daran, dass die Methoden der Informatik auch künftig in viele neue Anwendungen hineinwachsen werden. Dazu ist eine enge Kooperation von Informatikern und Spezialisten der jeweiligen Anwendungs.gebie.te notwendig. Und für die Gestaltung von Anwendungssystemen werden noch auf lange Sicht viele gut ausgebildete Fachkräfte benötigt.

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Auf welche Entwicklungen müssen sich heutige Studienanfänger einstellen?
Die Zeit der schnellen Innovationen ist nicht vorbei, aber künftig kommt es weniger auf die bunt animierte Oberfläche an, sondern viel mehr auf solide Qualität, damit Anwender die neuen Eigenschaften von Informatik-Produkten wirklich nutzen können. Stact dünne Bretter zu bohren, muss mehr solide Arbeit geleistet werden: mehr Handwerk ? weniger Fun.

Wem würden Sie empfehlen, Informatik zu studieren?
Eine wichtige Voraussetzung ist die Fähigkeit, in einem Anwendungsumfeld abstrakt zu denken. Diese Fähigkeit deutet sich im Interesse an mathematischen, technischen und naturwissenschaftlichen Aufgabenstellungen, aber auch im Interesse an sprachlichen Konstrukten an.

Mail to: brunnstein@informatik.uni-hamburg.de
Dieser Artikel ist erschienen am 20.03.2001