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Denis Francis

Mein Name ist Denis Francis. Ich bin jung 24 und lebte als Sohn indischer Einwanderer mein bisheriges Leben im Rheinland. Ich hoffe durch mein MBA Tagebuch allen MBA Interessierten einen Einblick in das Leben eines MBA Studenten zu geben. Ich werde mich bemühen, alle Leser durch wöchentliche Updates alle Seiten des MBA Lebens aufzuzeigen.
Schattenseiten des IE
Ein typischer IE-Tag
Ein Wochenende in Madrid
Freizeit
Vorbereitung auf die Prüfungen
M(B)Ature?
Start zu Term 3...
Drohender Exodus...
Spring Fling
Das Internet
24
In der Servicewüste
Pommes dazu??
Sommer, Sonne, ?und 48 Stunden Vollgas
MBA Tournament



Seit September bin ich in Madrid und absolviere nun hier am Instituto de Empresa (IE) mein MBA Programm. Der MBA ist Teil meines Ausbildungsprogramms bei der Bayer AG. Dort habe ich nach dem Abitur und Wehrdienst vor dreieinhalb Jahren das so genannte MIBS Programm begonnen. Dies beinhaltet die Ausbildung zum Industriekaufmann, ein Studium an einer FH (zweimal die Woche abends und jeden Samstag), sowie Englisch- und Spanischunterricht. Als letzte Stufe des Programms geht es dann zum MBA.

Für mich standen die folgenden MBA Schulen zur Auswahl:
· Die Katz Graduate School of Business in Pittsburgh
· Die Univerisity of Bradford in England
· Die Nanyang in Singapur
· Und Instituto de Empresa in Madrid

Die besten Jobs von allen
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Warum ein MBA am IE?
IE ist eine relativ junge Business School. In Spanien steht sie für die meisten Leute im Schatten der IESE in (oder in der Nähe von) Barcelona. Dennoch machte diese MBA Schule für mich den meisten Reiz aus. Wahrscheinlich wäre ich auch ohne die Option den MBA bei Bayer zu machen ans IE herangetreten, denn die Schule bietet mir die Möglichkeit mein Spanisch zu perfektionieren. Während an Schulen in Englisch gelehrt wird, denke ich dass es von Vorteil ist wenn man durch den Aufenthalt im Land noch eine weitere Fremdsprache neben Englisch beherrschen lernt

Den akademischen Reiz des International MBA Programms (IMBA), dass ich hier absolviere, macht der starke Focus auf Entrepreneurship aus. Während ich dies vor meiner Ankunft vor allem für einen Marketing-Gag hielt, muss ich nun nach absolviertem ersten Term sagen, dass IE sich wirklich Mühe gibt unternehmerisches Denken zu fördern. Auf dem Stundenplan stehen verpflichtend für alle Studenten zwei Entrepreneurship Module. Zusätzlich muss jeder einen kompletten Business Plan schreiben. Und die Electives bieten zahlreiche Möglichkeiten, sich weiter in diesem Feld zu spezialisieren.

Während jeder MBA viele verschiedene Leute aus verschiedenen Berufsgruppen zusammenführt, ist ein weiteres Plus am IE die Internationalität der Studenten. In unserem IMBA Jahrgang studieren 200 Leute aus 50 Ländern. Diese Zahl wird einem besonders deutlich vor Augen geführt, wenn man in die eigene Klasse schaut. Der IMBA ist aufgeteilt in vier Sections mit etwa 50 Studenten. In jeder Klasse gibt es dann sechs oder sieben Arbeitsgruppen. Und in meiner Gruppe haben wir tatsächlich acht verschiedene Nationalitäten und Berufe (ein Unternehmensberater für Organizational Behavior aus Dänemark, eine Public Relations Spezialistin aus Indien, ein Investment Banker aus Italien, ein IT-Berater aus Litauen, ein Ingenieur aus Peru, ein Marketing Manager aus Saudi Arabien, eine Juristin aus den USA und ich bin Internal Auditor aus Deutschland)

Das weitere große Plus, dass mir die Entscheidung für IE leicht gemacht hat, ist der Standort. Madrid ist einfach eine phantastische Stadt. Sicherlich hat Madrid nicht das Flair wie Barcelona und es fehlt einem auch irgendwie das Wasser, vor allem wenn man als Kölner am Rhein gelebt hat. Dennoch ist das Leben hier schon etwas Besonderes. Wenn New York wirklich ?Die Stadt, die niemals schläft? ist, dann ist Madrid der europäische Ableger. Das Leben beginnt hier so richtig ab zehn Uhr abends (im Sommer eher gegen Mitternacht) und endet irgendwann morgens zwischen sechs und sieben (und dass auch nur unter der Woche). Der MBA lässt einem natürlich nicht die Möglichkeit, jede Nacht daran teilzuhaben, aber zumindest einmal die Woche kann dem Angebot der Stadt nicht widerstehen und verdrängt, dass am nächsten Morgen um 10:00 (richtig gelesen, um 10:00 beginnt die erste Vorlesung!!) Cases analysiert und Präsentationen gehalten werden wollen. Doch dazu schreibe ich separat noch mal mehr?.. (für alle die schon einmal einen ersten Eindruck gewinnen wollen, verweise ich gerne auf den Web-Blog meines Kumpels Rudy aus den USA http://wearenext.blogspot.com )

Schattenseiten des IE?.
Der Campus, wenn man ihn denn so nennen darf, liegt mitten im Stadtteil Salamanca von Madrid. Dies ist der bürgerliche Teil von Madrid mit vielen Einkaufsstraßen, Galerien, Banken und Restaurants. Klingt gut, ist besser! Doch die Konsequenz ist ein sehr sehr sehr kleiner Campus. Die Business School ist in einigen wenigen kleinen Gebäuden untergebracht, die einem alten Orden gehören. Der große Engpass für die Schule ist Platz. Das macht sich unter anderem in den Klassenräumen bemerkbar. Wir sitzen mit 56 Leuten in unserem Raum. Das entspricht genau der Anzahl der Sitzplätze.

Während die Räume zwar sehr modern ausgestattet sind (WLAN, Projektor, 2 Steckdosen pro Sitzplatz, etc.), ist die Größe des Raumes eher mit einem normalen Schulklassenraum in Deutschland zu vergleichen. Wenn nun dort aber statt 25-30 Schülern, fasst 60 Erwachsene atmen (und manchmal auch schwitzen) kann es am Ende einer Vorlesung schon mal ganz schön muffig im Raum sein. Ein weiteres Manko ist im Zusammenhang mit der Größe der Schule, die Verfügbarkeit von Räumen nach Unterrichtsschluss. Es gibt zwar eine Reihe von Gruppenräumen, in denen man sich Treffen kann, allerdings sind diese in der Regel immer ausgebucht bzw. nur für eine Stunde am Stück verfügbar, da neben dem IMBA auch noch andere Master Studiengänge am IE angeboten werden

Gott sei Dank hat Madrid jedoch eine gute Infrastruktur was Cafés mit kostenlosem Internetzugang betrifft. Von daher finden die meisten Gruppentreffen mittlerweile nicht auf dem Campus sondern irgendwo in der Nähe statt.

Ein typischer Tag am IE
Ich stehe morgens meistens zwischen 7:00 Uhr und 7:30 Uhr auf. Frisch geduscht und mit Kaffee in der Hand setze ich mich dann ans Laptop checke Emails und lese meistens dann die Case Zusammenfassungen meiner Gruppenmitglieder durch. Man muss sich als Deutscher am Anfang etwas daran gewöhnen, dass ?bitte bis 22:00 Uhr die Zusammenfassungen rüberschicken? bei Kommilitonen je nach Herkunft auch mal 0:00 Uhr oder 7:30 Uhr morgens heißen kann. Dennoch bin ich natürlich dankbar für den Input, denn es ist einfach nicht drin, jeden Case für jede Vorlesung selber zu lesen. Daher haben wir in unserer Gruppe die Woche so aufgeteilt, dass jeder jeweils zwei Cases für die Gruppe zusammenfasst und dann per Email an alle schickt. Gegen 8:40 Uhr mache ich dann meistens von meiner Wohnung auf zum IE. Um 9:00 Uhr haben wir jeden morgen eine Stunde einen Raum für unsere Gruppe reserviert. In dieser Stunde werden dann meistens die Zusammenfassungen diskutiert, Fragen geklärt und etwaige Assignments (Aufsätze, Präsentationen, Übungsaufgaben oder ähnliches) aufgeteilt. Um 10:00 beginnt die erste Vorlesung. Vorher geht?s kurz zu zum Einchecken, da am IE die Anwesenheit nicht von den Professoren sondern von der Administration festgehalten wird. Wer nach 10:00 eincheckt, gilt glaub ich offiziell als abwesend. Um 11:20 hat unsere Section dann den halbstündigen Breakfast-Break. Meistens geht es dann zu einem der auf der anderen Seite der Straße gelegenen Cafés zu einem Café con leche. Um 12:00 geht?s dann weiter mit zwei weiteren Vorlesungen bis 14:50. Das bedeutet, dass das Mittagessen nicht vor 15:00 stattfindet. Für mich am Anfang befremdlich, für Spanier völlig normal. Gegen 16:00 steht dann entweder ein Treffen mit der Gruppe oder Teilen der Gruppe an (wenn Assignments anstehen) oder man macht sich auf den Heimweg. In der Regel verbringe ich drei bis vier Stunden außerhalb der Schule mit individuellem Studieren für den nächsten Tag. Dazu kommen dann der Input von Kommilitonen und die bereits angesprochenen etwaigen Gruppentreffen. Und natürlich Sport. Da Madrid eine sehr große Stadt ist, hat dies zum Beispiel zur Folge, dass aus einer Stunde Fußball spielen, mit An- und Abreise durchaus zwei bis zweieinhalb Stunden dauern kann. Sollte keine Party anstehen gehe ich meistens zwischen 23:30 und Mitternacht ins Bett. Insgesamt muss ich sagen, dass der MBA sicherlich sehr zeitintensiv ist, allerdings ist es mit guter Aufteilung der Arbeit in der Gruppe durchaus möglich auch noch ein Leben außerhalb der Business School zu führen. Dazu beim nächsten Mal mehr?. Ein Wochenende in Madrid?.
Ein MBA bereitet viel Arbeit. Andererseits ist ein MBA Studium eben auch ein STUDIUM und dementsprechend auch mit viel Feiern verbunden. Ein typisches Wochenende für uns am IE beginnt am Donnerstagabend. Gemeinsam mit vier Kommilitonen organisiere ich jeden Donnerstag die BAR OF THE WEEK. Wir versuchen dabei möglichst viele Studenten aus allen Studienprogrammen am IE zusammenzubringen. Jede Woche geht es in eine andere Bar oder einen Club von Madrid mit vergünstigten Getränken für alle IE Studenten. Mittlerweile kommen regelmäßig 150 bis 200 Leute zu den Partys. Bar of the Week ist eine super Gelegenheit Leute aus anderen Programmen (z.B. Master of Marketing, Master of Law) kennen zu lernen, Spanisch zu sprechen und einfach mal richtig abzuschalten. Los geht?s offiziell immer gegen 23:00 Uhr, was etwa 0:30 Uhr spanischer und lateinamerikanischer Zeit bedeutet. Gefeiert wird je nach Lust und Laune bis 3 oder 4 Uhr morgens. Hartgesottene, vor allem Spanier und Mexikaner gehen aber auch gerne nach Bar of the Week in weitere Clubs und kommen dann ohne Schlaf am nächsten morgen zum Studium.

Während ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich auch mal ab und zu freitags die morgendliche Gruppenstunde verpasse, ist es schon verwunderlich dass um 10:00 Uhr zur ersten Vorlesung dann doch alle Sitzplätze besetzt sind. Während man in der ersten Vorlesung zwar meistens nur physisch anwesend ist, erlebt man aber meistens nach der Frühstückspause einen weitgehend normalen Studientag

Freitagnachmittags ist dann in der Regel die Zeit für ein ausführliches (Kater-)Lunch. Anschließend stellt sich dann die Frage: Siesta oder Sport? Siesta ist gleichbedeutend mit einer langen anschließenden Partynacht, während Sport das Durchhaltevermögen für den Abend meistens etwas reduziert.

Abhängig vom Freitagabendprogramm stehe ich samstags zwischen 10:00 und 15:00 Uhr auf. Wichtigste Beschäftigung am Samstag ist zunächst der Lebensmitteleinkauf. Anschließend muss man sich dann doch (leider) dem Studium widmen. Es ist zwar durchaus möglich ein Wochenende nichts für den MBA zu tun. Allerdings erleichtert einem ein bisschen Studienzeit am Wochenende die Arbeitslast während der Woche erheblich. Während die Vorbereitung für die Lectures am Montag ein Muss ist, versuche ich wenn möglich eine Zusammenfassung für meine Gruppe für die nächste Woche zusätzlich zu machen.

Da Bundesligafussball hier in Spanien leider nicht übertragen wird, verfolge ich das Geschehen meist im Live-Ticker parallel zur Vorbereitung eines Cases. Der Samstag ist außerdem der Tag an dem man sich am frühen Abend mit Teilen seiner Gruppe trifft um längerfristige Gruppenprojekte zu besprechen. Dieses Wochenende steht für mich zum Beispiel ein Treffen für den Business Plan für Entrepreneurship II an

Samstagnacht ist dann wieder Feiern angesagt. Unabhängig vom eigenen Arbeitspensum kann man sich sicher sein immer irgendwo Anschluss zu finden. Während einige noch bis 1:00 Uhr mit Abendessen beschäftigt sind, kann man andere Gruppen schon gegen 23:00 in Kneipen z.B. in La Latina antreffen. Das Nachtleben in Madrid spielt sich in der Regel bis 3:00 Uhr morgens in Kneipen und Bars ab. Ab 4:00 Uhr morgens sind alle Clubs wirklich gut gefüllt und leeren sich selten vor 7:00 Uhr morgens. Während Mexikaner und Spanier auch noch gerne die eine oder andere After-Party besuchen (genetisch müssen die Jungs und Mädels einfach anders gebaut sein, anders ist deren Pensum nicht zu erklären), gehen Normalsterbliche (Deutsche, Skandinavier, Asiaten und US-Amerikaner) ins Bett. Sonntag ist der Tag für allgemeines Socializing mit Freunden, meistens bei Starbucks zu Kaffee und Muffins oder abends zu Tapas in einer spanischen Bar. Zwar lese ich auch sonntags das ein oder andere für den MBA, allerdings ist das bei weitem nicht so intensiv und regelmäßig wie die Arbeit am Samstag. Grundsätzlich besteht das Madrider 4-Tage MBA Wochenende also aus viel Feiern aber auch aus Studium, denn ganz ohne geht es dann doch nicht.

Freizeit
Dass ein MBA Studium einen ziemlich stark beschäftigt, dürfte jedem klar sein. Wichtig ist daher, dass man außerhalb des Studiums einen Ausgleich zum ganzen Stress findet. Das IE bietet unter dem Namen ?FamilIE? eine ganze Reihe von akademischen (Finance Club, Strategy Club, etc.), sozialen (Gourmet Club, Salsa Club, Bar of the Week, etc.) und sportlichen (jeder Sport, wirklich jeder) Freizeitmöglichkeiten an

Das IE hat zwar keine eigenen Sportanlagen, allerdings hilft das Student Office den Clubkoordinatoren, Kontakte mit Betreibern von Sportstätten aufzunehmen. Zusätzlich bietet das Student Office auch finanzielle Hilfe für größere Events (Investment Banking Day, Fußball-Turniere?) an. Organisiert werden die ganzen Clubs jedoch von den Studenten selbst. In der Regel gibt es immer zwei oder drei Leute, die z.B. Sporthallen oder Tennisplätze anmieten und dann den interessierten Studenten die Möglichkeit geben, den MBA-Stress für kurze Zeit hinter sich zu lassen

Das größte Problem für die einzelnen Clubs ist es, vernünftige Zeiten anbieten zu können. Der Madrilene an sich ist zwar nicht der Sportlichste, allerdings spielt er doch gerne Fußball. Deshalb findet unser wöchentliches Fußballspielen dienstagabends um 23:00 Uhr statt. Da das Feld auch noch ziemlich weit weg von meiner Wohnung ist, bin ich dann selten vor 1:00 Uhr zu Hause. Eine Alternative zu den Sportangeboten des IE sind natürlich Fitnessstudios. Madrid bietet eine riesige Auswahl an Fitnessstudios in allen Preisklassen an, von denen einige für Studenten des IE besonders günstige Angebote haben. Nachteil von Fitnessstudios ist, dass man nicht so viele Studenten außerhalb seiner Klasse kennen lernt, denn die IE Clubs werden nicht nur von International MBA Studenten besucht, sondern von allen Studenten und teilweise auch Ehemaligen und Professoren

Ich persönlich spiele einmal wöchentlich Fußball und Basketball. Zusätzlich gehe ich noch ins Fitnessstudio. Mögliche Ventile für angestauten Stress habe ich somit genug, allerdings gibt es manchmal auch Phasen in denen man leider nicht so viel Freizeit hat, wie man gerne hätte, z.B. jetzt eine Woche vor den Final Exams des zweiten Terms?. Vorbereitung auf die Prüfungen?.
Nächste Woche endet der zweite Term. Doch zwischen dem Ende und mir liegen noch die Final Exams des Terms.

Grundsätzlich kann man am IE zwischen drei verschiedenen Arten von Abschlussklausur unterscheiden. Zum einen die klassische 90-120 Minuten-Klausur wie man sie von der Uni kennt. Dann das Gruppenprojekt, das eine individuelle Klausur ersetzt. Dabei wird neben dem abzugebenden Dokument auch eine Präsentation einiger Gruppenmitglieder vor der ganzen Section erwartet. Als drittes dann das so genannte ?Take-home Exam?. Man erhält einen Case von mittlerer Länge, den man sich zu Hause durchliest. Entweder bekommt man anschließend zwei bis drei Stunden in der Uni Zeit um Fragen zum Case zu beantworten oder die Bearbeitung findet komplett zu Hause statt

In diesem Term stehen für mich drei klassische Klausuren, zwei Gruppenprojekte und ein ?Take-home Exam? an. Um einem die Vorbereitung noch ein klein wenig zu erschweren, gibt es in dem ein oder anderen Fach noch ein zusätzliches Gruppenprojekt, das letzte Woche fällig war. Dementsprechend stressig ist es dann auch momentan hier. Feiern wird seit zwei Wochen auf nächstes Wochenende verschoben und auch so ist außer Klausurvorbereitung und Arbeit an den Gruppenprojekten wenig los. Gerade in dieser Zeit merkt man dann auch, was mit MBA-Stress gemeint ist. Eine Vorbereitung auf alle Klausuren in gleicher Qualität und Quantität ist eigentlich nicht machbar, von daher gilt es sich vor allem auf die Fächer zu konzentrieren in denen man gewisse Defizite hat. Und für die Gruppenprojekte gilt es, sich nur dann einzuschalten, wenn man dem Gruppenprojekt wirklich nützlich ist. Ansonsten überlässt man dieses den Experten in der Gruppe. In meinem Fall bedeutet das ?Finger Weg? vom Informatik-Projekt, denn wir haben einen Ingenieur, einen IT-Consultant und einen ehemaligen Motorola Mitarbeiter, die sich mit dem Thema besser auskennen. Dafür arbeite ich am Finance- und am VWL-Projekt

Und während man sich in den letzten Tagen ab und an mal fragt, weshalb man sich das alles antut, fällt einem auch schnell die Antwort ein: nach dem Exams gibt es erstmal eine HALBE Woche Ferien!!! Und darauf freut man sich als MBA-Student in der Zeit vor den Klausuren genauso wie Grundschüler auf die Sommerferien?.. M(B)Ature?
Ein MBA ist das Zusammentreffen von vielen interessanten Charakteren mit noch interessanteren Lebensgeschichten aus der ganzen Welt. Und an einer ?Top Business School? wie dem IE bedeutet das, dass hochprofessionelle Manager ihrem Studium nachgehen. Nichts außer dem Erfolg zählt. Volle Konzentration auf den Stoff, den Professor, die Vorlesung? ?MÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖP?FALSCH!!

Auch wenn der Altersdurchschnitt in meinem MBA 28 und die durchschnittliche Berufserfahrung bei etwa 4 oder 5 Jahren liegt, hat ein MBA Studium mit Unterricht in der Mittelstufe eines deutschen Gymnasiums viel gemein. Man ist zwar nicht mehr in der Pubertät, rumgeblödelt wird trotzdem. Dass Männer (Jungs) immer Kinder bleiben ist klar, aber auch die Damen machen mindestens genauso mit

Getratscht wird immer noch wie zu besten Schulzeiten. Wer mit wem, wer vielleicht mit wem, usw. sind immer noch beliebte Themen. Allerdings haben wir aufgerüstet. Statt Zettel durch die Reihen gehen zu lassen, wird MSN, Skype und Co. zum chatten genutzt. Und statt Schiffe versenken oder Tic Tac Toe wird jetzt Online-Poker oder ?billard gespielt. Wichtig ist es dabei zur Tarnung ein Word-Dokument offen zu haben, in dem man dann zwischendurch Notizen über die Vorlesung macht (falls der Professor mal an einem vorbeigeht); blinken dann jedoch 4 oder 5 Chatfenster gleichzeitig in der Taskleiste, nutzt auch das beste Word-Dokument nichts.

Zwar ist die Motivation generell im MBA viel höher als zu Schulzeiten, allerdings kommt es immer wieder (vor allem freitags) gerade in Vorlesungen, in denen kein brandneuer Stoff behandelt wird dazu, dass ein großer Teil der Klasse ?etwas? abgelenkt ist. Aber ich muss auch zugeben, dass es wirklich interessant ist zu wissen wer mit wem am letzten Abend vielleicht was gemacht hat

Und das ist längst nicht alles. Imponiergehabe wie zu besten 8.Klässerzeiten wird bei den Herren auch ganz groß geschrieben: All-you-can-eat Contest, Chili-Puder Wettschniefen, Biertrinken in Steve-O Manier bei MTV-Jackass sind nur einige Beispiele dafür, was manchmal abgeht wenn man nach einer abendlichen Gruppenstunde den Tag bei einem Bier in einer der vielen Bars rund um den Campus ausklingen lässt

Während ich mir am Anfang das ganze damit erklärt habe, dass der Großteil der Studenten schon lange im Berufsleben steht und den MBA und den ganzen Lebensstress durch dieses Ventil verdrängt, kam ein Kumpel von mir letztens mit einer neuen Theorie: Der MBA ist die letzte Zeit vor der Rente, in der wir nicht arbeiten müssen, machen können was wir wollen und uns noch mal richtig wie Kinder benehmen können. Das letzte Mal vor der Rente? Das letzte Mal vor der Rente! Er hat normalerweise immer Recht. Ich hoffe, dass diesmal falsch liegt.

Start zu Term 3?
Oder: Liebling, das IE hat meine Freizeit geschrumpft!! Nach 4 Tage frei (YEAH!) ging letzten Mittwoch der 3. Term los. Zum Schrecken aller sind die Skripte zu den fünf Fächern Marketing II, Operations, Strategy I, Finance II und Country Economic Analysis in etwa so dick wie alle Skripte aus dem 1. und 2. Term zusammen

Auch in Sachen Deliverables hat sich einiges getan. Insgesamt ist also die nächsten Wochen ziemlich viel zu tun. Dazu kommt noch Entrepreneurship III. Das Fach an sich hat keine Vorlesungen sondern nur Gruppentreffen mit dem Prof, allerdings steht am Ende des Terms die Abgabe eines fertigen Business-Plans an. Auch nicht gerade wenig Arbeit

Allerdings lohnt sich die Arbeit auch. Die Qualität der Vorlesungen in den ersten drei Tagen war deutlich höher als in den vorigen Terms und trotz der drohenden Arbeit scheinen alle sehr motiviert, sich in die Fächer wirklich reinzuknien um möglichst viel zu lernen. Und der Business Plan ist eine gute Möglichkeit sich mit allen Problemen auseinanderzusetzen, die einen in Zukunft selber begegnen können, wenn man sich entscheidet an einem bestimmten Zeitpunkt selbständig zu machen

Während einige Freunde von mir ihre Idee schon jetzt versuchen in die Tat umsetzen (z.B. durch das Design einer Website zum späteren Vertrieb), hat meine Gruppe die Möglichkeit, unsere Idee einem möglichen Interessenten vorzustellen. Es geht dabei nicht zwangsläufig um direkte Implementierung der Idee (es handelt sich um ein Schulungs- und Tagungszentrum für kleine und mittelständische Unternehmen in der Nähe von Madrid). Aber zumindest bekommen wir Informationen aus erster Hand von einem Betreiber, und für diejenigen in der Gruppe, die die Idee weiterverfolgen wollen ergibt sich so bei erfolgreicher Präsentation vielleicht eine interessante Option für einen Job nach dem MBA

Drohender Exodus?
Ein wirklich attraktiver Teil des IMBA am IE ist der Austausch im 5. Term zwischen September und Dezember. Nachdem wir uns vor zwei Wochen für die unterschiedlichen Schulen in der ganzen Welt bewerben konnten, gab es diese Woche dann die Ergebnisse

Für mich geht es im September zusammen mit einem meiner besten Freunde ? der auch mit Bar of the Week organisiert ? nach North Carolina an die Kenan-Fleglar Business School an der UNC. Ich bin schon jetzt sehr gespannt und freu mich tierisch darauf eine neue Schule kennen zu lernen. Dann kann ich überall erzählen, dass Michael Jordan und ich auf die gleiche Uni gegangen sind. Vielleicht klappt es ja jetzt doch noch mit einer Karriere als Basketballprofi?

Spring Fling
Letztes Wochenende stand das erste sportliche Highlight des Jahres an: Spring Fling organisiert von der IESE. Spring Fling ist ein Sportturnier zwischen verschiedenen MBA Schulen. Dieses Jahr nahmen neben IESE und IE auch Insead, HEC und ESADE teil. Das Turnier gilt als erster Fingerzeig für das MBA Tournament, das Ende Mai in Paris stattfindet

Von Freitagnachmittag bis Sonntagabend stand also Barcelona für uns auf dem Programm. Nach einer sechsstündigen Fahrt durch Spaniens Autobahnen kamen wir gerade rechtzeitig zur Eröffnungsparty an. Während die anderen Schulen etwas zurückhaltend waren (wahrscheinlich schonten sie ihre Kräfte für die Wettbewerbe), ließen eigentlich alle von uns es richtig krachen. Der Lohn: Sieg im Salsawettbewerb (offiziell) und in der Kategorie ?Highest Alcohol consumpiton per capita? (inoffiziell)

Am nächsten Morgen musste dann ein verkatertes und zahlenmäßig dezimiertes IE-Team einige Niederlagen einstecken. Immerhin hat es zum Finale in vier Sportarten gereicht. Insgesamt stand aber vor allem der Spaß im Vordergrund

Am Abend gab es dann noch eine große Abschiedsparty in einem Club am Strand. Der Geist wollte zwar die ganze Nacht durchfeiern, der Körper machte allerdings irgendwann schlapp. Den Sonntag verbrachten wir am Strand. Anschließend ging es dann schweren Herzens zurück nach Madrid. Und da für Montag noch nichts getan war, ging für viele der Ernst schon im Auto los: Vorbereitung auf die Cases für den nächsten Tag. Auch ne Art, sechs Stunden rumzukriegen. Das Internet?
?einer der besten Freunde des MBA Studenten. Das Internet ist nicht nur Infoquelle Nummer 1. Dank email, Skype, MSN und Co. ist es auch unser Nr. 1 Kommunikationsmedium geworden. Allerdings haben die Professoren die Vorzüge des Internets mittlerweile auch kennen gelernt und sich nun eine neue Methode ausgedacht uns um unsere Freizeit zu bringen. Neulich in der Vorlesung (noch 2 oder 3 Minuten bis zum Schluss) ? Professor: ?Well, I wanted to let you know that I installed a Course Blog. I will post questions on a regular basis and participation on the blog counts as much as classroom participation when it comes to your final grade??
Ah ja, schönen Dank auch. Das haben wir nun davon. Ein Blog, um genau zu sein haben wir mittlerweile ein Blog für fast jeden Kurs. Die Konsequenz? Man glaubt abends mit allem fertig zu sein und freut sich schon auf ein Bierchen mit Freunden, nur aus Neugier geht man noch mal kurz auf die IE-Homepage und dann kommts: ?there 78 new entries in the course blog?. Super, das bedeutet dann möglichst viel lesen und mindestens einmal selber posten. Dabei hatte ich doch Pläne für den Abend. Aber John McClane hatte ja auch Pläne?.

Britischer Gentleman

An dieser Stelle möchte ich kurz meinen ehemaligen Marketing-Prof Bill Clarke persönlich nennen. Wieso ehemalig? Leider, erlitt Professor Clarke vor einigen Wochen einen Herzinfarkt. Gott sei Dank, geht es ihm wieder besser, allerdings wird er nicht mehr unterrichten können.

Während seiner fünf Vorlesungen, die wir bei ihm hatten bestach er durch supertrockenen bitterbösen britischen Humor. Er wird uns aber vor allem für seine Email wenige Tage nach seinem Herzinfarkt in Erinnerung bleiben. O-Ton: ?I'm home. Lost a few kilos, lost a few brain cells, but hey, nobody's perfect. I am truely sorry for any inconvenience that I may have caused to you?? Er hat sich wirklich für seinen Herzinfarkt entschuldigt!!!! In diesem Sinne: Bill, dir sei vergeben! Und nochmals GUTE BESSERUNG!!!

24

Meine Lieblingsserie. Eine Vorlesung am Freitag nach einer langen Partynacht hat mit einer 24 Folge einiges gemein. Es zwar niemand erschossen und gefoltert (auch wenn man manche Kurse selber als Folter ansieht), aber die Blackouts, die in der Serie für Werbepausen eingebaut wurden, kommen bei dem einen oder anderen auch mal vor. Man kämpft gegen die Müdigkeit, versucht sich zu konzentrieren, aber es passiert trotzdem:
10:24:25
10:24:26
10:24:27
Eingenickt!
10:28:35
10:28:36
Zur allgemeinen Belustigung des Klassenraums vom Professor aufgeweckt worden! Mir erst einmal passiert ? einigen Freunden von mir allerdings schon öfter. Das Gute ist, dass es die meisten Professoren mit Humor nehmen und nicht nachtragend sind. Das Schlimme ist, wenn man einmal eingenickt ist, kann es jede Sekunde wieder passieren. Und die Vorlesung die eigentlich nur 90 Minuten dauert kommt einem vor wie 24 Stunden. Naja fast, es gebt ja die kurzen ?Werbepausen?? 10:49:01
10:49:02
11:00:00

In der Servicewüste
Der Spanier an sich ist nicht nur freundlich sondern vor allem auch gemütlich. Was beim gemeinsamen Rumhängen sehr angenehm sein kann, ist supernervig wenn man als Gast irgendwo in ein Restaurant marschiert. Man ist zwar in Deutschland nicht gerade verwöhnt was Kundenorientierung angeht, aber was hier teilweise abgeht ist schon ne Stufe härter.
Während man in Deutschland sich immer sicher sein kann, dass man von Kellner nach einem weiteren Bier gefragt wird, sobald das Glas zu zwei Dritteln leer ist, kann man in Madrid teilweise froh sein, wenn man den Kellner oder die Kellnerin überhaupt noch mal sieht nachdem das Essen serviert wurde. Selbst in unserem Lieblingsrestaurant, in das wir in einer relativ großen Gruppe jeden Freitag nach der Schule einkehren, müssen wir in der Regel ne halbe Stunde auf die Rechnung warten. Das bedeutet eine halbe Stunde nachdem das Essen abgeräumt wurde und wir vergeblich versucht haben noch etwas zu trinken zu bestellen. Warum ist das in Madrid so ist? Naja, wenn man mal hinter die Theke guckt, steht da nicht nur jemand der Getränke zapft, sondern auch die Kellner die Getränke trinken?immerhin hat ja dann zumindest eine(r) immer ein volles Glas

Pommes dazu??
Habt ihr euch schon mal gefragt, warum es mittlerweile so viel Werbeemails gibt? Naja, ein Grund ist sicherlich, dass viele Marketing-Manager auch mal BWL studiert haben, und einige haben sogar einen MBA. Und was hat uns unser neuer Marketing-Prof letztens beigebracht? Nutzt eure profitablen Kunden aus! ?Don?t feel sorry, take the profit!?

Im Klartext: analysiert euer Kundenportfolio und dann bietet allen Leuten, die Geld zu haben scheinen, Produkt B,C und D an, wenn Sie bisher nur A gekauft haben. Und nutzt das Internet, weil Werbung über Email direkt, bunt und günstig ist. Alles nichts Neues, aber am Ende der Stunde ging uns dann doch ein Licht auf. Im Endeffekt sind Emails von amazon, ebay & Co. nichts anderes als ?Pommes dazu?? auf Steroiden. Vielleicht haben die Jungs und Mädels bei McDonald?s ja auch alle 'nen MBA

Sommer, Sonne, ?.
?.30°C. Die Frisur sitzt. Während man im Winter schon nicht glücklich über die ganze Arbeit war, die mit einem MBA zusammenhängt, ist es jetzt im Frühling/Sommer noch mal um einiges schlimmer

Während in Deutschland Biergärten die Leute aus ihren Häusern locken, sind es hier die ?Terassas?. Jedes Lokal hat entweder eine eigene Terrasse oder baut einfach Stühle und Tische auf dem Bürgersteig auf. Das ganze hat natürlich sehr sehr hohes Ablenkungspotential. Besonders ärgerlich ist das Ganze, weil wir momentan mitten in der Klausurenphase für den 3. Term sind. Bis nächsten Freitag heißt es für uns, der Versuchung standhalten und durchhalten.

Ob es im vierten Term dann wirklich Zeit gibt, Madrid in vollem Umfang zu genießen, bleibt fraglich. Allerdings geben wir uns momentan dieser Illusion hin. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt?

48 Stunden Vollgas
Im dritten Term hat sich das IE was besonderes für alle Studenten einfallen lassen. Ein integriertes 48 Stunden Case Exam in Strategy und Finance. Auf Deutsch: Mittwochmorgen um 9 Uhr gab es einen Case, für den 48 Stunden später ein Report mit Strategieanalyse und Firmenbewertung abgegeben werden musste. Anschließend sollten die Ergebnisse noch 15 Minuten lang präsentiert werden. Also im Grunde genommen zwei ganz normale Tage im Leben von Jack Bauer

Für uns Herausforderung und Totalstress in einem. Der Case sollte in Gruppen von vier Leuten bearbeitet werden. Da ich der einzige mit Finance-Erfahrung bin, durfte ich mich dem Finanzteil widmen. Es galt zwei Firmen vor ihrem Merger separat zu bewerten und anschließend die Wertsteigerung durch den Zusammenschluss samt Synergien zu ermitteln. Klingt anstrengend, ist es auch.

Erschwerend hinzu kamen vier Umstände:
  1. Wir hatten noch bis 13.00 Uhr Gruppenpräsentation in Operations. Also fielen schon mal vier Stunden Bearbeitungszeit weg.
  2. Es handelte sich nicht um einen Finance sondern um einen Strategy Case. Also war kaum brauchbares Zahlenmaterial im Case vorhanden. Das bedeutete für mich zwei Stunden Websuche und anschließend durchforsten von fünf Jahresberichten der jeweiligen Unternehmen.
  3. Champions-League Finale. Inklusive Abendessen drei Stunden Unterbrechung. Auf der anderen Seite schön nach fast acht Stunden was anderes zu sehen als Zahlen und Synergiepotentialbeschreibungen.
  4. Mein bester Kumpel kam am Donnerstag für ein paar Tage zu Besuch. Die Unternehmensbewertung war bis dahin fertig. Allerdings mussten wir als Gruppe den Strategieteil noch umschreiben und ich musste die Präsentation noch fertig stellen. Der Babysitter (ein paar Dosen Bier) war nach 2 Stunden verschwunden. Auch wenn mein Kumpel drauf bestanden hat, dass ich mir Zeit lasse, wollte ich ihn dann auch nicht soooo lange alleine sitzen lassen.


Am Ende standen doch ein ganz vernünftiger Report und eine nette Präsentation zu Buche. Was am Ende als Note rausspringt werden wir sehen. Die Aufgabe war sicherlich interessant, allerdings hätten sich bei uns im Jahrgang alle gewünscht, dass für den Finance-Teil mehr Zahlen direkt zur Verfügung gestanden hätten. Aber so ist nun mal das Leben. Ist nicht immer alles so einfach wie man es gerne hätte. Hat sich Jens Lehmann beim Champions-League Finale glaub ich auch gedacht? MBA Tournament
Das erste Wochenende des vierten Terms brachte uns das langersehnte MBA Tournament in Paris. Von Donnerstag bis Sonntag ging es Campus von HEC um sportlichen Wettkampf und Party. Insgesamt 13 Schulen aus ganz Europa waren angereist um Pokale und Medaillen zu gewinnen

Donnerstagabends ging es mit Partyflieger Vueling VY6010 von Madrid nach Paris. Im Flieger etwa 80 gutgelaunte MBA Studenten, die die Feierlichkeiten schon mal mit einigen kühlen Getränken beginnen ließen. Nach 45 minütiger Taxifahrt traf man dann am Campus auf den Rest vom IE sowie alle anderen Studenten. Dann der 1. Schock: Das Bier ist aus. 30 Minuten später der 2. Schock. Auch der Wein ist alle. Da das Publikum aus durstigen MBA Studenten bestand, durften sich die Pariser natürlich ne Menge altkluger Kommentare anhören (In Supply Chain Management wohl geschlafen?)

Am nächsten Tag ging es dann los mit dem Sport. Da Basketball erst am Samstag für mich auf dem Programm stand, versuchte ich mich nach einer Stunde Langeweile als Frauenfußballtrainer. Hat auch super geklappt. Am Ende stand ein 2. Platz nach einer unverdienten Finalniederlage (DER SCHIRI WAR SCHULD) zu Buche. Beim Basketball reichte es für uns leider nur fürs Viertelfinale. Insgesamt schafften wir aber als Schule einen beachtlichen 4. Platz unter 13 Schulen. Wenn man bedenkt, dass die meisten anderen Schulen mit zwei Jahrgängen angereist waren, verdient unsere Leistung schon Respekt

Auch wenn das Wochenende nicht ganz an Spring Fling in Barcelona rankam (Partys und das Wetter waren einfach besser), hatten wir als Gruppe doch sehr viel Spaß. Das Wochenende gab einem die Möglichkeit unheimlich viele interessante Leute von anderen Schulen kennen zu lernen und auch einfach mal komplett abzuschalten. Außerdem hab ich mein Talent als Frauenfußballtrainer entdeckt. Wenn also irgendwann mal BWL keinen Spaß mehr macht?.

Dieser Artikel ist erschienen am 13.02.2006