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Database Manager

Martin Schaeffer
Der Beruf des Database Managers ist entstanden, als in Unternehmen das so genannte Wissensmanagement zunehmend an Bedeutung gewann. Wissensmanagement meint hier die Schaffung, den Ausbau und die Perfektionierung der Infrastruktur zur Gewinnung, Aufbereitung, Pflege und Distribution von Informationen.
Branche
Der Beruf des Database Managers ist entstanden, als in Unternehmen das so genannte Wissensmanagement zunehmend an Bedeutung gewann. Wissensmanagement meint hier die Schaffung, den Ausbau und die Perfektionierung der Infrastruktur zur Gewinnung, Aufbereitung, Pflege und Distribution von Informationen. Der Database Manager hat die Aufgabe, den Wissens- und Informationsfluss der Organisation zu steuern und zu erweitern und hierzu vor allem die geeignete IT-Struktur zu schaffen. Er arbeitet also vorwiegend unternehmensintern

Aufgaben
Die Tätigkeit des Database Managers umfasst drei Hauptbereiche. Auf dem Gebiet der Entwicklung trägt er Verantwortung für die Implementierung, den Ausbau und die Pflege von EDV-Systemen. Als Verantwortlicher für die Verbesserung und Pflege der Informationssysteme der Organisation schult er insbesondere die Marketing- und Vertriebskräfte, damit diese z. B. Kundendaten selbst einpflegen und aus dem System abrufen können. Schließlich übernimmt er wichtige Support-Aufgaben für das Tagesgeschäft; dazu gehört die Einrichtung der Laptops für den Außendienst ebenso wie die Wartung und Pflege der EDV-Systeme

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Voraussetzungen
Der Beruf des Database Managers setzt ein abgeschlossenes Studium zum (Wirtschafts-) Ingenieur mit Schwerpunkt Informationstechnologie voraus. In einer mehrjährigen Berufserfahrung (mindestens fünf, in einigen Stellenausschreibungen sogar bis zu zehn Jahre) sollten vor allem umfangreiche Kenntnisse im so genannten "Change Management" erworben worden sein. Unter Change Management wird jede Form bewusst durchgeführter Veränderungen einer Organisation verstanden. Da dies intern meist auf Widerstände stößt, ist eine hoch entwickelte Kommunikationsfähigkeit, die auf die Schaffung offener, frei fließender und glaubwürdiger Strukturen zielt, eine weitere Schlüsselqualifikation

Synonyme
Beim Database Manager finden sich einige Synonym- bzw. Nebenbezeichnungen, die im Wesentlichen auf dasselbe hinauslaufen. Bedeutungsunterschiede bestehen allenfalls hinsichtlich des Schwerpunkts der ausgeschriebenen Tätigkeit. Die vier am häufigsten auftretenden Bezeichnungen seien hier kurz beschrieben:
Die Bezeichnung Marketing Database Manager grenzt das Einsatzgebiet des Database Managers auf das Geschäftsfeld Marketing ein. Dagegen legt der Begriff Training Database Manager den Schwerpunkt auf die Schulungsaufgaben des Database Managers. Der Database Executive wiederum ist vor allem für die Systemwartung und -pflege verantwortlich. Dagegen kommt dem Systems Analyst die strategische Verantwortung für die Dokumentation der Geschäftsprozesse und -regularien zu.
Dieser Artikel ist erschienen am 02.08.2001