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Daran erkennen Sie ein gutes Trainee-Programm

Checkliste zu Dauer, Stationen, Ausland, Ansprechpartner, Feedback, Weiterbildung, Netzwerke und Zielposition.
Dauer

Die Länge des Programms legt das Unternehmen fest - in der Regel sind es ein bis zwei Jahre. Der Trainee kann eine Zusage erwarten, dass es auch über die volle Distanz läuft. Auf keinen Fall sollte er sich vorzeitig in eine feste Position, die nicht zu ihm passt, drängen lassen, wenn in einer Abteilung Mitarbeitermangel herrscht. Das kann frustrieren, weil der ursprüngliche Karriereplan durchkreuzt wird.

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Stationen

Auch wenn ein Zielbereich festgelegt ist - etwa Personal oder Controlling -, sollte das Unternehmen dem Trainee Mitsprache darüber gewähren, welche Stationen er innerhalb dieser Abteilung absolviert. Nur so kann er sich auf eine spätere Position vorbereiten, die ihm liegt.

Ausland

Internationale Einsätze gehören vor allem bei Konzernen inzwischen zum Standard. Der Trainee sollte sich informieren, in welchen Ländern er arbeiten kann. Viele Unternehmen berücksichtigen bei der Auswahl der Stationen die Erfahrungen und Wünsche der Einsteiger.

Ansprechpartner

Jeder Trainee braucht während des Programms einen festen Ansprechpartner - unabhängig von der aktuellen Station oder dem Projekt, das er gerade durchläuft. Ein Koordinator oder Pate unterstützt bei Problemen und hilft, sich im Unternehmen zurechtzufinden.

Feedback

Der Trainee sollte darauf achten, dass er über die Spielregeln informiert wird, die im Unternehmen herrschen. Es ist wichtig zu wissen, wer ihm bei welchem Problem hilft. Es muss klar werden, wann er sich an den Koordinator oder den Paten wendet und wann an den Vorgesetzten des jeweiligen Projekts. Die Feedback-Gespräche sollten regelmäßig stattfinden und im Voraus fest vereinbart werden.

Weiterbildung

Gute Trainee-Programme bieten regelmäßig Vorträge und Seminare. Auch hier sollten die Unternehmen auf den fachlichen Hintergrund des Einsteigers Rücksicht nehmen und die Angebote mit ihm abstimmen. Nur so kann er gezielt mögliche Defizite aufholen oder sich auf anstehende Projekte und die Zielposition vorbereiten.

Netzwerke

üin zentraler Vorteil des Trainees gegenüber dem Direkteinsteiger: Er durchläuft eine Reihe von Stationen und kann so ein umfangreiches Netzwerk im Unternehmen aufbauen. Viele Unternehmen unterstützen das, indem sie parallel zur Arbeit regelmäßige Treffen aller Einsteiger organisieren. Dort sollten die Trainees auch Top-Manager ihres Unternehmens kennen lernen, um wichtige Kontakte aufzubauen.

Zielposition

Mit einer festen Zusage für eine Führungsposition können Trainees nicht rechnen. Trotzdem sollte der Arbeitgeber Möglichkeiten für die berufliche Zukunft vorstellen. Daran kann der Einsteiger seine Stationen und Projekte ausrichten sowie Schwerpunkte setzen. In vielen Unternehmen berichten frühere Trainees über ihren Werdegang und helfen den Neulingen so bei der Orientierung.
Dieser Artikel ist erschienen am 15.11.2001