Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Controlling

Wer den englischen hot dog als heißen Hund übersetzt, erntet schlimmstenfalls Heiterkeitserfolge, richtet aber keinen Schaden an. Wer aber controller mit Kontrolleur verwechselt, kann falsche Reaktionen auslösen.
Wer den englischen hot dog als heißen Hund übersetzt, erntet schlimmstenfalls Heiterkeitserfolge, richtet aber keinen Schaden an. Wer aber controller mit Kontrolleur verwechselt, kann falsche Reaktionen auslösen, auch wenn er inhaltlich nicht ganz so daneben liegt.

Controlling bedeutet zwar unter anderem Kontrolle, zusätzlich aber auch Steuerung. Die Beschränkung auf den ersten Wortsinn kann zu Abwehrreaktionen führen, denn Kontrolleure sind nirgendwo beliebt.

Die besten Jobs von allen


Richtig verstandenes Controlling beschränkt sich aber nicht auf die Feuermelderfunktion. Ist erst einmal eine Abweichung von den Planzahlen festgestellt worden, gehört es zur Aufgabe der Controller, Gegenmaßnahmen vorzuschlagen und mit den zuständigen Managern zu erörtern.

Ein guter Controller versteht sich dabei eher als interner Berater denn als Zwangsvollstrecker. So kann das Ergebnis der Beratung auch lauten, dass die Überschreitung des Budgets an dieser Stelle nicht zu vermeiden oder sogar sinnvoll ist.

Manager und Unternehmer, die das Controlling so verstehen, haben ein zusätzliches Instrument in der Hand, das mehr Sicherheit bietet und das ihnen Anregungen liefert, wie sie das aktuelle Problem angehen können, bevor es anbrennt.

Aber wer geht schon gerne zum Zahnarzt - auch wenn der vor allem dazu da ist, Schlimmeres zu verhüten?
Dieser Artikel ist erschienen am 19.02.2001