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Clariden Leu bekommt neuen Chef

Clariden Leu, die aus fünf ehemals unabhängigen Privatbanken gegründete Tochtergesellschaft der Schweizer Großbank Credit Suisse, kommt nicht zur Ruhe: Das Unternehmen gab gestern bekannt, dass der bisherige Chef Bernd Stalder ?aus persönlichen Gründen? zurücktritt. An seine Stelle rückt mit Hans Nützi sein bisheriger Stellvertreter.
ZÜRICH. Die Bank, die unter den Schweizer Vermögensverwaltern mit einem betreuten Kundenvermögen von 133 Mrd. Franken einen führenden Platz einnimmt, war im vergangenen Jahr nicht ohne Hindernisse an den Start gegangen. Seit Bekanntgabe der Fusionspläne standen für jeden Führungsposten theoretisch fünf Anwärter zur Verfügung ? einer aus jeder Bank.Walter Berchtold, Vorstand des Privatkundengeschäfts bei der Credit Suisse und Präsident des Verwaltungsrats bei Clariden Leu, hatte mit Bernard Stalder als Chef, Beat Wittmann als Verantwortlichem für Produkte und Hans Nützi zunächst als Vorstand fürs Privatkunden-Geschäft drei Mitarbeiter benannt, die von den Banken Leu und Clariden stammten. Dies hatte zu enttäuschten Gesichtern bei Vertretern aus den anderen Banken geführt.

Die besten Jobs von allen

In der Folge gab es einige prominente Abgänge. Die Mitarbeiter wechselten vor allem zur expandierenden und gut bezahlenden Bank Julius Bär. Zuletzt verschwand Beat Wittmann in dies Richtung. Er nahm gestern seine Arbeit als Produkte-Manager bei Julius Bär auf. In Zürich ist bereits von einem ?einseitig genutzten unterirdischen Tunnel? zwischen beiden Bankhäusern die Rede. Stalder soll nun am 15. November seine Aufgaben an Nützi übergeben. bei Julius Bär hat er bislang nicht angeheuert.
Dieser Artikel ist erschienen am 01.11.2007