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Chancen wichtiger als Sicherheit

Junge Akademiker achten bei der Wahl des Arbeit­gebers wieder stärker auf Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen. Aspekte wie Zeit fürs Privatleben und Jobsicherheit sind dagegen weniger wichtig als noch vor zwei Jahren, berichtet das Job- und Wirtschaftsmagazin karriere unter Berufung auf eine exklusive Studie des Personaldienstleisters Access. Für die Untersuchung wurden 2.876 Akademiker mit maximal sieben Jahren Berufserfahrung befragt.Vor allem junge Kaufleute und Ökonomen legen im Vergleich zu 2003 wieder mehr Wert auf leistungs­bezogene Faktoren: Danach gaben 64 Prozent der befragten Kaufleute auf die Frage, was einen Arbeitgeber attraktiv macht, eine ?vielseitige Aufgabenstellung? an, fast 16 Prozentpunkte mehr als bei der gleichen Untersuchung vor zwei Jahren. Auch Faktoren wie Aufstiegschancen und Weiter­bildungsangebote stiegen in der Bedeutung. Aspekte wie Work-Life-Balance, gutes Arbeitsklima und Jobsicherheit verlieren dagegen an Bedeutung und sind zwischen drei und knapp neun Prozentpunkten gefallen.

Die besten Jobs von allen

Auch bei den Motiven für einen Jobwechsel zeigt sich die neue Lust der Jungakademiker auf Karriere: 65 Prozent der Umfrageteilnehmer erhoffen sich von einem neuen Arbeitsplatz neue Entwicklungsperspektiven, fast 15 Pro­zent mehr als vor zwei Jahren. Fast jeder Zweite (43,5 %) fühlt sich in seinem alten Job unterfordert. Auch fehlende Aufstiegschancen lösen Unzufriedenheit mit dem alten Arbeitge­ber aus.Die November-Ausgabe von karriere erscheint am 21. Oktober 2005.
Dieser Artikel ist erschienen am 19.10.2005