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Cash und keine Fragen

Wer einen 400-Euro-Job annimmt, muss sich keine Gedanken über Steuern und Sozialabgaben machen. karriere abi sagt, wie die Schallgrenzen bei Ferien- und Semesterjobs aussehen.
400-Euro-Jobs: Cash und keine Fragen
Wer einen 400-Euro-Job annimmt, muss sich keine Gedanken über Steuern und Sozialabgaben machen. Der Arbeitgeber zahlt pauschal 25 Prozent an die Bundesknappschaft, davon wandern zwölf Prozent in die Renten-, elf in die Krankenversicherung und zwei Prozent an den Fiskus. 400-Euro-Jobber bleiben auch dann abzugsfrei, wenn ein befristeter Aushilfsjob dazukommt, bei dem sie mehr verdienen

Ferien-Jobs: Schallgrenze zwei Monate
Wer nach dem Abi oder in den Semesterferien Geld verdienen will, kann einen Fulltime-Job annehmen, ohne dass Sozialabgaben fällig werden. Das gilt allerdings nur, wenn der Ferienjob auf maximal 50 Arbeitstage oder zwei Monate pro Jahr befristet ist. Studenten bleiben sogar länger befreit, solange sie nur in der vorlesungsfreien Zeit jobben. Dauert die Beschäftigung allerdings länger als zwei Monate, werden sowohl für Abiturienten als auch für Studenten Rentenversicherungsbeiträge von fast zehn Prozent fällig. Volle Abzüge in Höhe von rund 20 Prozent müsst ihr zahlen, wenn ihr übers Jahr gerechnet länger als sechs Monate (26 Wochen) mehr als 20 Wochenstunden arbeitet

Die besten Jobs von allen


Semester-Jobs: Faustregel 20 Stunden
Im Semester sind die Regeln fürs Jobben strenger, weil es den günstigen Studententarif bei Kranken- und Pflegeversicherung nur für aktive Studenten gibt, die auch regelmäßig Vorlesungen und Seminare besuchen. Faustregel: Maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten sind drin, um den günstigen Studentenstatus bei der gesetzlichen Krankenkasse nicht zu verlieren. Bei Wochenend- oder Nachtarbeit werden im Einzelfall auch mehr Stunden akzeptiert.
Gesetzlich krankenversicherte Studenten unter 25 Jahre sind kostenlos familienversichert, solange sie nicht ständig mehr als 400 Euro im Monat verdienen. Wer mehr verdient oder älter ist, wird zum Studententarif versichert. Aktuell liegt der Satz bei 57 Euro pro Monat. Laufen mehrere Jobs parallel, addiert die Krankenkasse die wöchentliche Arbeitszeit. Der Verdienst spielt dabei keine Rolle. Sobald Studenten allerdings regelmäßig Zweitjobs haben, werden Beiträge zur Rentenversicherung fällig.
In der so genannten Gleitzone bis 800 Euro steigt der Beitragssatz langsam bis zum normalen Prozentsatz von 9,75 Prozent.

Dieser Artikel ist erschienen am 02.09.2005