Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

CarSharing zu unbequem

Die Deutschen wettern zwar über die hohen Spritpreise und darüber, wie teuer ein Auto zu unterhalten ist, trotzdem können sich erst schlappe 40.000 Autofahrer fürs CarSharing begeistern. Der Grund für die laue Nachfrage nach geteilten fahrbaren Untersätzen ist laut einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung nicht der Preis, sondern die Macht der Gewohnheit. Während ein eigenes Auto jederzeitige Mobilität ohne Nachdenken bedeute, müsse beim CarSharing geplant und organisiert werden. Erst, wenn sie sowieso schon die meisten Wege per Bahn, Bus oder zu Fuß erledigen, sind Autofahrer bereit, auf die Bequemlichkeit des "Allzeit bereit" zu verzichten und sich die Kosten fürs Auto zu sparen.
Dieser Artikel ist erschienen am 11.06.2001