Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

BWLer und VWLer wieder gefragt

Junge Betriebs- und Volkswirte sind wieder gefragt. Viele große Unternehmen wollen noch in diesem Jahr deutlich mehr als 1.000 Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge einstellen, ergab eine Umfrage des Job- und Wirtschaftsmagazins karriere unter führenden Unternehmensberatungen und Finanzdienstleistern. Von der steigenden Nachfrage profitieren auch die Erwerbslosen: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl arbeitsloser Betriebswirte nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit um fast sieben Prozent auf gut 19.000 zurückgegangen. Bei den Volkswirten sank die Arbeitslosenzahl um sechs Prozent auf 5.550.

Auch Personalexperten beobachten die Trendwende am Arbeitsmarkt für Ökonomen: ?Die Recruiting-Anstrengungen steigen merklich seit Herbst 2005?, sagt Christian Kramberg, Geschäftsführer des Career Service der Uni Mannheim. Eine aktuelle Umfrage von karriere unter potenziellen Arbeitgebern für Wirtschaftswissenschaftler bestätigt diese Entwicklung: Besonders Unternehmens­beratungen und Wirtschafts­prüfungsgesellschaften suchen BWLer und VWLer: So will McKinsey dieses Jahr noch rund 100 Ökonomen neu einstellen, die Boston Consulting Group über 80 und Booz Allen Hamilton mindestens 40. Finanzinstitute wie die Deutsche Bank (100) oder die HVB (120) melden ebenfalls offene Stellen.

Die besten Jobs von allen


Für angehende Wirtschaftsprüfer sieht der Markt noch besser aus. Ernst & Young will noch in diesem Jahr laut karriere-Recherchen 700 Absolventen rekrutieren, wovon der Großteil einen wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund haben soll. Auch PricewaterhouseCoopers (PWC) sucht für 2006 mehrere hundert BWLer und VWLer, KPMG zwischen 300 bis 500

Im Durchschnitt liegt das Einstiegsgehalt von Wirtschaftswissenschaftlern mit Uni-Abschluss aktuell bei 39.000 Euro im Jahr, ein Betriebswirt mit FH-Abschluss beginnt durchschnittlich mit 36.000 Euro jährlich. Nach einigen Jahren Berufs­erfahrung verdient knapp die Hälfte der Wirtschaftswissenschaftler zwischen 40.000 und 60.000 Euro im Jahr.
Dieser Artikel ist erschienen am 25.07.2006