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Businessplan für Eilige

Andreas Lutz ist einer der bekanntesten Existenzgründerberater Deutschlands.
Keine Nebensächlichkeit: Für die Finanzierung kann die "Executive Summary" entscheidend sein. Denn die Entscheider bei Banken und anderen Geldgebern haben oft nur wenig Zeit.
Entscheider bei Banken und anderen Geldgebern haben für die Erstbeurteilung eines Geschäftskonzepts oft nur wenige Minuten Zeit. Sie orientieren sich dann an der Executive Summary, in der sie knapp und überzeugend Ihr Geschäftsmodell und seine Erfolgsaussichten dargestellt haben. Formulieren Sie Ihre "Management- Zusammenfassung" so prägnant, dass sie Interesse beim Leser weckt und ihn zum Weiterlesen animiert. Halten Sie den Umfang unter zwei Seiten und bringen Sie das Wesentliche klar zum Ausdruck.

Wenn Sie einen Bankkredit beantragen, ist eine ausgefeilte Executive Summary zwingend notwendig. Bei selbstfinanzierten Gründungen stehen Sie unter keinem so starken Druck. Machen Sie sich trotzdem die Mühe: Mit solch einer knappen Zusammenfassung sorgen Sie dafür, dass der Businessplan leichter lesbar wird, und Sie sammeln Sympathiepunkte bei den Prüfern.

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Obwohl die Executive Summary an den Anfang Ihres Businessplans gehört, schreiben Sie sie besser zum Schluss.

Denn erst wenn Sie sich intensiv mit den Einzelheiten Ihres Geschäftskonzepts beschäftigt haben, sind Sie in der Lage, es in knappen Worten zu Papier zu bringen. Die Executive Summary stellt die Essenz Ihres gesamten Businessplans dar. Nehmen Sie sich deshalb ausreichend Zeit für die Ausarbeitung.

Leitfragen

In welcher Branche möchten Sie mit welchem Produkt beziehungsweise mit welcher Dienstleistung tätig werden?

Über welche besonderen Kompetenzen verfügt die Geschäftsleitung?

Welche sind Ihre wichtigsten Zielgruppen?

Wie stellt sich die Marktsituation dar und welche Potenziale bietet der adressierte Zielmarkt?

Welche Stärken und Schwächen haben Ihre relevanten Wettbewerber?

Wie heben Sie sich von der Konkurrenz ab?

Welchen besonderen Nutzen stiftet Ihr Produkt beziehungsweise Ihre Dienstleistung für die Zielkunden?

Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Welche sind die wichtigsten Vertriebskanäle?

Wie sprechen Sie Ihre Zielgruppen an?

Wie schaffen Sie den Markteintritt?

Wie ist Ihr Unternehmen strukturiert?

Welche Chancen und Risiken bestehen?

Wie sieht Ihr Realisierungsfahrplan aus?

Wie hoch sind die zu tätigenden Investitionen?

Wie hoch schätzen Sie Umsatz, Kosten und Gewinn in den ersten Jahren ein?
Dieser Artikel ist erschienen am 10.03.2008