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Bull trauert um Konzernchef

Harter Schlag nicht nur für die Familie, sondern auch für den französischen Server-Hersteller: Völlig überraschend ist inmitten einer schwierigen Sanierungsphase für Bull Pierre Bonelli verstorben.
HB PARIS. Bonelli (64) stehe für zwei Jahre operative Sanierung und für den am Mittwoch vorgelegten Plan zur Rekapitalisierung, erklärte Bull in Paris. Bonelli war im Dezember 2001 an die Spitze des notleidenden Elektronikkonzerns berufen worden.Am Mittwoch hatte Bull die Rückkehr in die Gewinnzone gemeldet. Nach einem Fehlbetrag von 548 Mill. ? sei 2003 ein Überschuss von 4,1 Mill. ? erzielt worden. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen, Sonderposten und Firmenwertabschreibung sei von minus 132,8 Mill. auf plus 40,7 Mill. verbessert worden. Der Umsatz sank 2003 von 1,51 Mrd. auf 1,26 Mrd. ?.

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Brüssel hat staatliche Hilfen zur Restrukturierung von 517 Mill. ? (einschließlich Zinsen) auf den Prüfstand gestellt. Für diese Hilfen soll Bull von 2005 an acht Jahre lang 23,5 % seines Vorsteuergewinns an die Staatskasse abführen. Davon sollen die ersten zehn Mill. ? ausgenommen bleiben. Die Kommission verlangt allerdings, dass Bull vor der Genehmigung dieser Finanzspritze die 2001 und 2002 gewährte staatliche Rettungsbeihilfe von 450 Mill. ? zurückzahlt und hat deswegen Frankreich vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt.
Dieser Artikel ist erschienen am 01.04.2004