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Bewerber haben selten Einfluss

Stellenbewerber können nur sehr selten Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung ihrer Arbeitsverträge nehmen. Meist sind Arbeitnehmer gezwungen, die ihnen im Vertrag vorgelegten Arbeitsbedingungen zu akzeptieren.

Eine deutliche Mehrheit von 60 Prozent der Personaler gab an, Arbeitsverträge würden bei der Einstellung nie geändert. In lediglich einem Viertel aller befragten Unternehmen, die in den vergangenen drei Jahren Nicht-Akademiker eingestellt hatten, wurden Arbeitsverträge immer, meistens oder in etwa der Hälfte der Fälle geändert. Fachhochschul- oder Hochschulabsolventen konnten in 43 Prozent der Betriebe erfolgreich über ihre Anstellungsbedingungen verhandeln.

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Diese höher Qualifizierten machen jedoch lediglich gut 14 Prozent der abhängig Erwerbstätigen aus. Kleine Betriebe mit bis zu 19 Beschäftigten verhandeln häufiger über Vertragsinhalte als große. In 73 Prozent der befragten Großunternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten haben selbst Akademiker kaum eine Chance, dass auf ihre Vorstellungen eingegangen wird.

Quelle: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf. Umfrage unter 1.000 Personalverantwortlichen aller Wirtschaftszweige und Betriebsgrößen

Infos: www.boeckler.de
Dieser Artikel ist erschienen am 19.07.2007