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Betrieb beliebter als Schule

Jugendliche in Ostdeutschland sind mit ihrer Berufsausbildung im Ausbildungsplatzprogramm Ost des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ?überwiegend? oder sogar ?sehr zufrieden?: Dies geben mehr als zwei Drittel (68%) der Programmteilnehmer an, die in Ausbildungsverbünden von außerbetrieblichen Berufsbildungsstätten und Betrieben lernen (betriebsnahe Ausbildung). Sie absolvieren mindestens 50 Prozent ihrer Ausbildungszeit in Betrieben.Von den Auszubildenden des Ausbildungsplatzprogramms Ost, die an Berufsfachschulen ausgebildet werden (schulische Ausbildung), sind etwas weniger dieser Meinung, doch auch hier äußern sich immerhin noch knapp die Hälfte (48 Prozent) ?zufrieden? bzw. ?sehr zufrieden?. In der schulischen Ausbildung findet die fachpraktische Ausbildung meist bei außerbetrieblichen Berufsbildungsträgern und in kürzeren betrieblichen Praktika statt.

Die besten Jobs von allen

Trotz dieser positiven Einschätzung würde allerdings jeder zweite Auszubildende im Ausbildungsplatzprogramm Ost lieber eine normale betriebliche Lehre machen. Ungefähr ein Viertel der Befragten rechnet mit schlechten Arbeitsmarktchancen nach der Ausbildung. Dies wird allerdings weniger als Folge der besonderen Ausbildungsform gesehen, sondern vielmehr als Ergebnis der schwierigen Situation am Arbeitsmarkt.Dies sind Ergebnisse einer vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführten Befragung der insgesamt 14.000 betriebsnahen und schulischen Teilnehmer am Ausbildungsplatzprogramm Ost 2003. Von den 6.655, die sich an der Befragung beteiligen, werden etwa 79 Prozent betriebsnah und 21 Prozent schulisch ausgebildet.Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse der Teilnehmerbefragung gibt es unter:
www.bibb.de/dokumente/pdf/a23_ergebnisse-befragung-apo-teilnehmer-2004.pdf
Dieser Artikel ist erschienen am 27.09.2005