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Beste Chancen in Süddeutschland

Metropolen gelten oft als gutes Pflaster für Arbeitssuchende. Hamburg meldet zurzeit 24.000 offene Stellen, Frankfurt am Main 22.000 und Berlin-Mitte 16.000. München kommt dagegen lediglich auf 14.000 Vakanzen.

Doch die Arbeitsmarktstatistik vergleicht laut einer aktuellen Analyse oft Äpfel mit Birnen: In vielen Regionen besteht ein Großteil der Stellenangebote aus 1-Euro-Jobs und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. In Berlin-Mitte beispielsweise sind nur 31 Prozent der gemeldeten Stellen ungefördert. In München dagegen offerieren die Arbeitsagenturen praktisch ausschließlich echte Stellen.

Die besten Jobs von allen


Außerdem sagt nach Ansicht der Forscher erst das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage etwas über die tatsächliche Arbeitsmarktentwicklung einer Region aus. Demnach ist unter den Großstädten die Lage in Hamburg am günstigsten. Dort kommen rund 130 Arbeitslose auf 100 offene, ungeförderte Stellen.

Die besten Jobchancen hat man jedoch in der süddeutschen Provinz. In Ravensburg etwa können 85 Arbeitslose unter 100 Angeboten wählen. Im bayerischen Freising stehen jedem Arbeitslosen zwei Stellen zur Verfügung - inklusive der Offerten, die nicht übers Arbeitsamt laufen

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft, Köln. Mehr unter: www.iwkoeln.de
Dieser Artikel ist erschienen am 21.02.2008