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Bessere Aufstiegschancen für Ex-Trainees

Hochschulabsolventen, die nach ihrem Studium zunächst ein Trainee-Programm absolvieren, haben später bessere Aufstiegschancen im Unternehmen als Direkteinsteiger. Das berichtet das Job- und Wirtschaftsmagazin karriere unter Berufung auf eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Kienbaum. Danach gaben 56 Prozent der befragten Firmen an, dass Trainees bei ihnen schneller vorwärts kommen als direkte Berufseinsteiger.Der Grund: Trainees durchlaufen unterschiedliche Abteilungen, wissen, wie das Unternehmen arbeitet, haben Netzwerke gebildet und werden gezielt auf Führungsaufgaben vorbereitet. Vorzüge, von denen auch die Arbeitgeber profitieren. Deshalb bieten inzwischen nicht mehr nur Konzerne wie Deutsche Lufthansa, Unilever oder Gerling Trainee-Plätze an. Auch Mittelständler sowie nicht-kommerzielle Einrichtungen haben den Wert der Nachwuchsprogramme erkannt, etwa die Grünen oder die Stiftung Warentest. Bereits 72 Prozent der Mittelständler und Konzerne haben ein Trainee-Programm etabliert; bei weiteren 15 Prozent ist eines geplant. Ziel der Unternehmen ist es, gerade die besten Hochschul-absolventen möglichst früh an sich zu binden: "Trainee-Programme dienen der Mitarbeiterführung und der Führungskräfteselektion", sagt Christiane Konegen-Grenier, Leiterin des Hochschulreferats im Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, gegenüber karriere.

Die besten Jobs von allen

Finanziell müssen Hochschulabsolventen, die sich für einen Trainee-Platz ent­scheiden, allerdings anfangs zurückstecken. Sie starten im Schnitt mit 36.000 Euro Jahresgehalt, Direkteinsteiger mit 38.000 Euro. Nach Abschluss des Programms liegen Trainees bei rund 42.000 Euro. Erst drei Jahre später machen sie den Gehaltsvorsprung der Direkteinsteiger wett. Beide verdienen dann 50.000 Euro.Ein Überblick über die Trainee-Programme von rund 30 Top-Unternehmen steht in der April-Ausgabe von karriere, die am 31. März 2005 erscheint.www.karriere.de/trainee
Dieser Artikel ist erschienen am 01.04.2005