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Bèla Megyesci, Hallenmanager

Markus Preiß
Foto: Alexandra Lechner
Ob kaputte Lampen, defekte Stromleitungen oder arktisch kalte Klimaanlagen: Megyesci sorgt dafür, dass auf 70.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche alles läuft.
Die VW-Managerin im schwarzen Nadelstreifen-Kostüm wirkt hektisch: Eine Deckenplatte hängt herab - und morgen kommt der Vorstand. "Sie wissen ja, wie Chefs sind", sagt sie, und Bela Megyesci soll helfen. Sofort, wie immer

Der Maschinenbau-Ingenieur lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Ob kaputte Lampen, defekte Stromleitungen oder arktisch kalte Klimaanlagen - der 50-Jährige schafft Abhilfe. Als eine Art Hausmeister für die Messehalle ist er für 70.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zuständig. Jede Bitte, jede Beschwerde der Aussteller landet bei ihm. "Da braucht man schon ein dickes Fell" - und ein dickes Telefonbuch mit Handwerkern, die schnell reparieren

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Neben dem Trouble-Shooting ist Megyesci auch für die Sicherheit in "seinen" Hallen 1 und 3 verantwortlich. "Gerade hier auf der IAA wird es manchmal innerhalb von Minuten brechend voll", gefährlich bei Feuer oder Panik. Dann reagieren er und seine Mitarbeiter schnell. Rolltreppen werden ausgeschaltet, Türen geschlossen, um den Zustrom zu bremsen. Und das alles so dezent und unmerklich, dass sich kein Besucher ausgeschlossen fühlt.

Apropos schließen: Der Schlüsselbund ist Megyescis Heiligtum - er vergibt die Schlüssel an Handwerker, Aussteller und Messebauer. Die allerwichtigste Aufgabe aber, so scherzt Megyesci, ist die Kontrolle des Handys: Bei mehreren hundert Telefonaten am Tag muss das ständig an die Ladestation.
Dieser Artikel ist erschienen am 11.10.2001